Pirmasens Neue Bleibe ein „Glücksgriff“
Die Jahre ständiger Ortswechsel sind vorbei: „Wir sind angekommen“, versprach am Mittwoch Johanniter-Landesvorsitzender Oliver Mehrmann bei der offiziellen Einweihung des neuen Domizils, das der Regionalverband Westpfalz in der Kaiserstraße bezogen hat.
Von einem erstaunlichen Wandel berichtete Regionalvorsitzender Dominik Tretter: Was vor rund 30 Jahren in einem privaten Wohnzimmer in der Maria-Theresien-Straße seinen Anfang genommen hatte, mauserte sich im Laufe der Jahre zu einer stattlichen Organisation, die nach mehreren Umzügen seit 2004 auf der Husterhöhe beheimatet war. 40 Mitarbeiter zählte die Johanniter-Unfallhilfe damals, mittlerweile arbeiten 124 Menschen beim Regionalverband, der sein Angebot erheblich erweitert hat, unter anderem mit einer Kinder- und Jugendhilfe. Die Raumsituation sei zuletzt äußerst angespannt und für Teambesprechungen gänzlich ungeeignet gewesen, schilderte Tretter die Gründe für die Suche nach einem neuen Domizil. Dieses sollte garantieren, dass man auch langfristig nicht mehr umziehen müsse. Mit dem Objekt in der Kaiserstraße 53 habe man nun ein Haus kaufen können, das in jeder Hinsicht ein Glücksgriff sei. Um 1900 errichtet, anfangs von Künstlern genutzt und zuletzt im Besitz eines Briefmarken- und Münzhandels, biete es mit seiner zentralen Lage gute Erreichbarkeit gerade für ältere Menschen und ermögliche auf drei Stockwerken mit zusammen rund 400 Quadratmetern Nutzfläche die komfortable Umsetzung der Johanniter-Ziele. Das Gebäude sei gut in Schuss gewesen, lediglich dem Brandschutz habe man sich widmen müssen sowie der allgemeinen Renovierung der Wände und der Neuverkabelung der Räume. Wie viel die Johanniter-Unfallhilfe in den Bau investiert hat, wollte Tretter nicht verraten. „Wir fühlen uns sehr mit der Region verbunden und sind sicher, dass wir an diesem zentralen Standort stärker wahrgenommen werden“, sah Tretter den Umzug als Zeichen für Aufbruchstimmung und Optimismus. Dem stimmte OB Bernhard Matheis zu, der sich darüber freute, dass ein historisches Gebäude einer neuen Bestimmung übergeben worden sei. „Bei den Johannitern kann man sich wie in Abrahams Schoß fühlen. Wenn man die Autos sieht, bekommt man ein gutes Gefühl, weil man weiß: Hier ist jemand unterwegs, um zu helfen“, lobte er. |mar