Handball
Naomi Ferkah: Fan und Spielerin der FSG Hauenstein/Rodalben
Ferkah, die zuletzt gegen Landau/Land zweimal getroffen hat, weiß um die Bedeutung dieser Partie: „In solchen Spielen müssen wir zeigen, dass wir verdientermaßen in die Pfalzliga aufgestiegen sind. Dass wir es können, haben wir schon gezeigt, aber oft leider knapp verloren.“
Ob sie selbst treffe, ja sogar ob sie selbst viel Spielzeit erhalte, das sei ihr gar nicht so wichtig: „Ich feuere die Mannschaft auch gerne von außen an und motiviere.“ Dabei hat sie vor etwas mehr als einem Jahr für sich die Entscheidung getroffen, den Handball ernster zu nehmen.
Handball ist jetzt wichtiger
Die heute 23-Jährige hatte bis dato Handball eher so nebenbei gespielt, je nach Lust und Laune. Jetzt will sie mehr Verantwortung übernehmen, mehr trainieren, weniger Einheiten absagen. Zwar sei dieser Sinneswandel zum Zeitpunkt des Trainerwechsels vonstattengegangen, doch habe das nicht daran gelegen, dass der Neue, Björn Stoll, die Breite des Kaders mehr nutzt als seine Vorgänger. „Ich wollte Handball für mich mehr in den Mittelpunkt rücken“, sagt die Hauensteinerin, die einen Vater aus Ghana hat, aber eine pfälzische Mutter. Sie lebt mit ihrer Schwester und den beiden Familienhunden bei der Mutter, der Vater wohnt inzwischen in Landau.
Im Sommer nach Ghana?
Ghana kennt die rechte Außenspielerin nur von Erzählungen ihres Vaters: „Wenn er dort war und wir telefoniert hatten, dann habe ich gemerkt, wie gesellig es dort zugeht. Und ich liebe das Essen von dort.“ Ihr Wunsch sei es, möglichst bald nach Ghana zu reisen, um das westafrikanische Land auch selbst entdecken zu können. Vielleicht schon in diesem Sommer, sagt die Auszubildende zur Kauffrau für Marketingkommunikation, die bei einem Hauensteiner Familienbetrieb arbeitet, der Softwarelösungen für Unternehmen anbietet.
Ferkah begann schon im Kindergartenalter mit dem Handball: „Damals suchte Katja Spengler Kinder für eine Nachwuchsmannschaft“, erinnert sie sich. Spengler coachte diese Kinder dann bis ins Erwachsenenalter. „Daraus ist eine sehr gute Freundschaft entstanden. Ich gehe immer noch ab und zu mit ihr am Wochenende weg. Lena und Annalena Seibel beispielsweise auch“, berichtet Ferkah.
Starker Zusammenhalt
Ferkah gehört jetzt zur mittleren Generation im Kader der FSG. Susie Dausch führe die Mannschaft mit viel Erfahrung, die jungen, aus der Rodalber B-Jugend nachrückenden Spielerinnen seien gut integriert und auch bei Teamevents im Sommer schon dabei gewesen: „Der Zusammenhalt bei uns ist echt groß“, sagt Ferkah, die sich außerhalb des Spielfeldes noch enger eingebunden fühlt, als es auf dem Platz ab und an wirken mag. Dort sei sie hin und wieder beim Abschluss zu zögerlich, nehme sich nicht jeden Wurf, auch weil es als Rechtshänderin rechts nicht immer leicht sei, den richtigen Winkel zum Tor zu haben: „Aber manchmal werfe ich auch für alle völlig unerwartet“, sagt sie.
Während sie beim Handball Spaß hat, kann sie auf einem anderen Gebiet auch anders sein: „Mit den Hunden bin ich strenger“, sagt sie mit einem Lachen. Und dem kommenden Gegner würde sie auch gerne vorab schon den Befehl erteilen, die Punkte abzugeben. Doch dafür muss sie zuerst mal selbst beißen.
AUSSERDEM SPIELEN
Männer-Verbandsliga: MHSG Friesenheim/Hochdorf IV – TV Thaleischweiler (Samstag, 16 Uhr), TuS Dansenberg III – TV Dahn (Sonntag, 15.45 Uhr)
Frauen-Verbandsliga: TSV Iggelheim – TV Thaleischweiler (Sonntag, 18 Uhr).