Kegeln RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Weltklasse-Resultat: Winzlerin Alena Bimber ist deutsche Einzelmeisterin

Hat nach ihrem Bahnrekord in München gut lachen: Nationalspielerin Alena Bimber aus Pirmasens-Winzeln.
Hat nach ihrem Bahnrekord in München gut lachen: Nationalspielerin Alena Bimber aus Pirmasens-Winzeln.

Riesenerfolg für Alena Bimber aus Pirmasens-Winzeln bei den deutschen Kegel-Einzelmeisterschaften. Auf Münchens Top-Kegelanlage an der Säbener Straße siegte sie am Sonntag bei den Frauen mit persönlicher Bestleistung von 694 Kegeln. Mit diesem Weltklasse-Resultat im 120-Wurf-Modus verbesserte sie zudem den Bahnrekord.

Team-Weltmeisterin, deutsche Mannschaftsmeisterin, U23-Tandem-Weltmeisterin oder U18-Mixed-Weltmeisterin: Die Liste der Erfolge von Alena Bimber ist lang, doch dieser Titel hatte ihr noch gefehlt. Bei der Einzel-DM in München präsentierte sie sich schon in der Qualifikation als Fünfte mit 636 Kegeln stark. Dann beherrschte sie mit 615 und 659 Kegeln im Viertel- und Halbfinale ihre Gegnerinnen Annett Besner und Nicole Maier jeweils in 4:0 Sätzen.

Im Vierer-Finale traf die 26-jährige Wirtschaftsingenieurin auf die Mainzerin Melanie Helbach. Kathrin Hüther (KV Bad Neustadt) und Simone Adam (SKG Rossdorf) ergänzten das illustre Feld. Bimber begann phänomenal: 183 Kegel bei ihrer ersten 30-Wurf-Serie (15 Würfe in die Vollen, dann 15-mal abräumen). So strich sie die ersten vier Punkte vor Helbach (164/3), Hüther (148/2) und Adams (133/1) ein.

Rückschlag weggesteckt

Auf der Folgebahn kam die langjährige Spielerin des ESV Pirmasens aber aus dem Tritt. Sie fällte zwar durch gutes Räumen noch 151 Kegel, womit sie aber nur den vierten Rang in diesem Durchgang einnahm und nur einen Punkt ergatterte. Helbach führte nun mit sieben Zähler vor Bimber und Hüther (je fünf).

Dann aber glänzte Bimber mit 183 und 177 Kegeln auf der dritten und vierten Bahn. Mit 13 Punkten und 694 Kegeln ging der Titel letztlich klar an die Nationalspielerin. Zweite wurde Hüther (11/652) vor Helbach (10/648) und Adam (6/604).

Hecht im Viertelfinale

Die Qualifikation überstand gerade so die für den KV Grünstadt spielende Rodalberin Michelle Hecht. Als 16. mit 583 Kegeln rutschte sie ins Viertelfinale. Dort unterlag sie Helbach mit 0:4 Sätzen und 594:620 Kegeln.

Mit großen Ambitionen war Marie Scherer in die bayerische Landeshauptstadt gereist. Die Bundesligaspielerin des ESV Pirmasens erhoffte sich im U23-Wettbewerb eine Medaille. Zunächst war die Windsbergerin mit 580 Kegeln als Sechste der Qualifikation auf der Erfolgsspur. Dann wurde es im Viertelfinale zu später Stunde und bei unangenehmen Temperaturen dramatisch. Nach zwei Sätzen gegen Natalie Guck vom KV Bad Neustadt 0:2 in Rückstand (264:276 Kegel), kämpfte sich Scherer durch 160 und 164 Kegel auf der dritten und vierten Bahn zum 2:2-Satzausgleich. Dank der insgesamt mehr erzielten Kegel (588:560) erreichte sie noch das Halbfinale.

Scherer knapp geschlagen

Dort traf Scherer, von ihrer Mutter Heike betreut, auf Regina Resch vom SKK Schongau, die zuvor zweimal 593 Kegel gefällt hatte. In einem nervenaufreibenden Duell unterlag die Pfälzerin der Oberbayerin nach 2:1-Satzführung noch, weil sie insgesamt drei Kegel weniger (581:584) hatte.

„Auf der letzten Bahn war ich zu schlecht. Der ganze Wettbewerb nagte an meinen Kräften. Ich war fix und fertig, und so mangelte es an der Konzentration. Beim letzten Räumen fehlte die letzte Konsequenz in der Länge meines Spiels. Letztlich kann ich trotzdem stolz auf meine Leistung sein“, gab Scherer einen Einblick in ihr Seelenleben.

Ihr Lebenspartner, U23-Spieler Leon Schmitt vom KV Pirmasens, schied trotz guter Vorstellung als 25. von 32 Startern mit 573 gefällten Kegeln aus. Zum Weiterkommen fehlten ihm 18 Kegel.

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