Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Karten hilft Beatrice Bähr-Zäch bei wichtigen Entscheidungen

Nicht nur Glück und Liebe liest die gebürtige Pirmasenserin in den Karten.
Nicht nur Glück und Liebe liest die gebürtige Pirmasenserin in den Karten.

Beatrice Bähr-Zäch ist eine europaweit bekannte Kartenlegerin und mediale Lebensberaterin. In ihrer Praxis in der Burgstraße sowie in Fernsehsendungen legt sie Menschen die Karten, die meist vor einer schwierigen Entscheidung stehen. Dabei will sie, wie sie sagt, nicht nur die Zukunft vorhersagen, sondern ihre Kunden wieder auf den richtigen Weg bringen.

Dass sie selbst mit dem berühmten „sechsten Sinn“ gesegnet sei, wie sie sagt, habe sie schon in ihrer Jugend festgestellt. In ihrer Familie sei sie aber die einzige mit einem hellsichtigen Talent und einer ausgeprägten Leidenschaft zu Astrologie und Esoterik. „Ich habe als Kind und Jugendliche bereits Dinge erahnt, die dann später auch so eingetroffen sind“, erzählt Bähr-Zäch. Dennoch habe sie relativ spät mit dem Kartenlegen angefangen – anfangs auch nur für Freunde und Bekannte. Erst nach einem beruflichen Umbruch wagte die heute 60-Jährige vor mehr als 20 Jahren den Weg in die Selbständigkeit und eröffnete ihre erste mediale Praxis in Bad Homburg, wo sie damals lebte.

Vorausgegangen waren esoterische Seminare und Schulungen, aber auch eine psychologische Grundausbildung. „Trotzdem hatte ich Angst, dass ich davon nicht leben kann, denn Kartenlegen und mediale Lebensberatung ist eine Branche ohne Lobby“, gibt sie offen zu. Nach einigen Jahren in Hessen kehrte Bähr-Zäch schließlich nach Pirmasens zurück und eröffnete eine Praxis in der Zweibrücker Straße. Zeitgleich arbeitete sie an ihrem ersten Internetauftritt, um überregional auf sich aufmerksam zu machen. „Dadurch kam ich dann letztendlich zum Fernsehen“, erinnert sie sich. Kurze Zeit später habe sie ein bulgarischer Privatsender angerufen und sie als Kartenlegerin im Abendprogramm engagiert.

Treue Klienten aus Österreich und der Schweiz

Von Pirmasens aus pendelte sie fortan wochenweise nach Bulgarien, um dort Livesendungen zu moderieren und vor der Kamera in ihre Tarotkarten zu schauen. „Oft drehten sich die Fragen der Anrufer um die Themen Liebe, Beruf und Geld. Auch hier war es stets mein Ziel, den Menschen zu helfen“, sagt Bähr-Zäch.

Bulgarien blieb allerdings nicht die einzige Station in ihrer TV-Karriere. Auch Shiva-TV, ein Schweizer Privatsender, der sich ebenfalls mit Hellsehen und Kartenlegen am Telefon befasst, engagierte sie und ließ sie für Klienten aus Österreich und der Schweiz die Zukunft vorhersagen. Noch heute habe sie treue Klienten aus diesen beiden Ländern, wie sie freudig erzählt. Aber vor allem habe sie in der Schweiz mit ihrem heutigen Ehemann Fredy die Liebe ihres Lebens gefunden. Ihretwillen habe er seine Heimat verlassen und sei mit ihr in die Südwestpfalz gezogen. Heute wohnen beide in Weselberg.

Dass sie aber nicht nur Glück und Liebe in ihren Karten sieht, betont sie im RHEINPFALZ-Gespräch immer wieder. Themen wie Krankheit und Tod versucht die gebürtige Pirmasenserin bei manchen Kunden zu umschiffen. „Nicht alles Schlimme sage ich auch, weil das ganz einfach nicht jeder verkraftet. Als Kartenlegerin und Medium trage ich da natürlich auch eine gewisse Verantwortung“, sagt Bähr-Zäch, die mittlerweile im Dienst des Berliner Privatsenders Astro-TV steht.

„Es gibt auch Scharlatane“

Neben Seminaren und Schulungen für esoterisch interessierte Menschen, die sie mittlerweile selbst anbietet, hat sie ihre eigene spirituelle Reise bereits quer über den Globus geführt. Gerne erinnert sie sich an Reise nach Indien vor wenigen Jahren, wo sie eine der geheimnisumwobenen Palmblattbibliotheken besuchte. Dort, so sagt man, ist die Lebensgeschichte eines jeden Menschen in Prophezeiungen notiert. „In diesen Chroniken steht das komplette Schicksal der Menschen – von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod. Diese Reise dorthin und das Lesen in den Büchern war eine der faszinierenden Erfahrungen, die ich je gemacht habe.“

Dass ihre Berufung und ihre Leidenschaft zu Astrologie und Esoterik nicht nur auf Gegenliebe stößt, ist Bähr-Zäch bewusst. „Es gibt in dieser Branche einige Scharlatane, die uns in Verruf bringen. Es ist und bleibt eine schwierige und harte Arbeit, allerdings könnte ich mir heute keinen anderen Beruf mehr vorstellen“, sagt sie bestimmt. Sich selbst und ihrem Motto „Wer heute weiß, was morgen passiert, ist immer einen Tick schneller als das Leben“ sei zu

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