Pirmasens Mit Authentizität und Spielfreude
Barbecue und Livemusik für die ganze Familie gab es am Freitagabend im Innenhof der ehemaligen Alten Posthalterei in Waldfischbach-Burgalben. 200 Gäste kamen zum Konzert des Akustik-Quartetts „More Than Talking“, bei dem die waschechten Waldfischbacher Musiker Pascal Elarbi und Sascha Mangold spielten, und das sich 2008 aus dem Akustik-Duo „Pasi & Sascha“ formte.
Vor dem Auftritt erläuterten Pascal Elarbi (Gitarre, Percussion, Gesang), Michael Jochum (Cajón, Gesang), Sascha Mangold (Gitarre, Gesang) und Daniel Zäpfel (Bass, Gesang) ihre spärlich gesäten Konzerte in unserer Region damit, dass sie aufgrund der Wohnorte der Musiker seit geraumer Zeit vorwiegend in der Vorderpfalz spielen, sich aber über das Engagement in der Heimat mächtig freuen. Mit dem allseits bekannten „It Never Rains In Southern California“ (Albert Hammond) erwischte die Gruppe einen formidablen Start und konnte das kalifornische Lebensgefühl auf Anhieb auf die beeindruckten Zuschauer übertragen. Überhaupt bewies die Band ein gutes Gespür für die Zusammenstellung des mehr als dreistündigen Programms. Auch „Hymn“ („Barclay James Harvest“) wurde beeindruckend dargeboten, denn „More Than Talking“ verfügt über vier sehr gute Sänger, die in den Refrains einen Backgroundgesang erschaffen, der einfach nur beeindruckt. Auch Jochum und Zäpfel fügten sich in den Gesamtsound mit ein. Vom instrumentalen Aspekt, der Authentizität, der immensen Spielfreude und einer sympathischen Ausstrahlung inklusive der vorbildlichen Interaktion mit dem Publikum, ist es eine wahre Freude, dem Auftritt dieser Formation beizuwohnen. Aufgrund der Gesangsvielfalt ist die Band in der Lage, ein großes Spektrum an Songs auszusuchen und zu interpretieren. Die Besucher waren von der Leistung der Musiker sehr angetan und applaudierten ausgiebig. Der Song „Brown Eyed Girl“ vom nordirischen Singer/Songwriter Van Morrison überraschte dann doch ein wenig, da man diese Musik von den zahlreichen Coverbands unserer Region so gut wie gar nicht zu hören bekommt. Im zweiten Abschnitt des Konzerts wurde das Programm etwas rockiger. Der nicht so bekannte „The Police“-Track „So Lonely“ kann als Aufwärmübung für die Barbecue-Besucher angesehen werden. Bei „Locomotive Breath“ („Jethro Tull“), „Sharp Dressed Man“ („ZZ Top“) und „Livin’ On A Prayer“ („Bon Jovi“) kamen die Rockmusikfans voll auf ihre Kosten. Doch mit Songs wie „Joker“ („Steve Miller Band“), „End Of The World“ („R.E.M.“), „Angels“ von Robin Williams sowie Eddie Grants Gute-Laune-Hit „Gimme Hope, Joanna“ wurde auch für genügend stilistische Abwechslung gesorgt, so dass wohl für jeden etwas dabei war. „More Than Talking“ überzeugte mit großem Können und Spielfreude und gehört ohne Zweifel zu den besten Coverbands weit und breit.