Pirmasens Mit 56 Jahren Deutscher Meister

War im Tretrollerfahren vor zehn Jahren schon mal Weltmeister: Wolfgang Seibel.
War im Tretrollerfahren vor zehn Jahren schon mal Weltmeister: Wolfgang Seibel.

«HAUENSTEIN.»2008 war der Hauensteiner Wolfgang Seibel Weltmeister im Tretrollerfahren. Zehn Jahre lang hat er sich seitdem auf den Rennstrecken rar gemacht und nur sporadisch an Wettbewerben teilgenommen. Am Sonntag ging er mal wieder an den Start. In Müllheim-Hügelheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurde er Deutscher Meister in der Randsportart.

Sieben Runden mit insgesamt 48 Kilometern waren auf dem relativ flachen Rundkurs im Markgräfler Land zumeist auf Asphalt und auf einem kurzen Abschnitt auf Kies zurückzulegen. „Der Kurs war eigentlich recht einfach. Schwierigkeiten bereitete aber ein extrem starker Wind, gegen den man ankämpfen musste“, berichtet der 56-Jährige, der in Hauenstein ein Fahrrad- und Tretroller-Fachgeschäft betreibt. Schon sehr schnell habe er sich zusammen mit Roland Wiesmaier aus dem bayrischen Oberaudorf an die Spitze des Feldes setzen können. „Der Kollege wollte aber keine Führungsarbeit leisten und fuhr mehrere Runden in meinem Windschatten“, erzählt Seibel. Er habe deshalb nach vier Runden Tempo „rausgenommen“ und den Bayern ziehen lassen. Dann habe sich seine Vermutung bestätigt, dass Wiesmaier „im Wind nicht so stark“ sein würde. So habe er schließlich in der Schlussphase auch keine Probleme gehabt, den Konkurrenten, der zuletzt bei den Senioren-Weltmeisterschaften in den Niederlanden Bronze geholt hatte, zu überholen und zu distanzieren. Im Ziel hatte der Organisator des Hauensteiner „Shoeworker-Trails“ dreieinhalb Minuten Vorsprung auf Wiesmaier. Das Sportgerät Tretroller, das vor allem in den Niederlanden, Tschechien, Italien und Italien populär ist und mit dem aus Kindheitstagen bekannten Roller nur wenig gemein hat, versteht er auch als attraktives Hilfsmittel, um Kondition für den Laufsport zu tanken: „Gegenüber dem Laufen gibt es beim Rollerfahren eine deutlich geringere Belastung für den Bewegungsapparat“, sagt Seibel, der auch mit 56 bei den Volksläufen der Region mit den „Jungen“ mithält, beispielsweise vor vier Wochen Dritter beim Hauensteiner Lebenslauf war.

Mehr zum Thema
x