Pirmasens Mietspiegel nicht vermisst

Mit Verwunderung hat Martin Zepp-Linse die Äußerungen der Stadtverwaltung zum fehlenden Mietpreisspiegel in Pirmasens gelesen (wir berichteten am 19. August). „Das stimmt so nicht.“ Es gebe derzeit keinen Mietspiegel und habe auch noch nie einen gegeben, der den Namen verdiene. Was bis 1992 als „Mietpreisspiegel“ angeboten worden sei, wäre nie vor den Gerichten anerkannt worden. „Einen halbwegs qualifizierten Mietpreisspiegel zu erstellen, das kostet wirklich Geld.“ Und das Geld wollen derzeit weder der Haus- und Grundbesitzerverein, der Mieterverein noch die Stadtverwaltung bezahlen. „Wir reden da von Summen zwischen 50.000 und 80.000 Euro.“ Aus Mietersicht sei ein Mietpreisspiegel nicht nötig. „Es herrscht Ruhe an der Mietpreisfront. Das ist für beide Seiten gut“, findet Zepp-Linse und verweist auf die stabile Mietsituation. Erhöhungen gebe der Markt derzeit nicht her außer bei höherwertigen Objekten. „Da haben wir einen Konkurrenzkampf.“ Die meisten Vermieter jedoch kämen lieber dem Mieter etwas entgegen und hätten dafür einen zuverlässigen Mieter, der bezahlt und das Objekt in Ordnung hält. (kka)