Pirmasens „Mein Ziel ist es, Erster zu werden“

Mit 52 erstmals Trainer eines Herrenteams: Ex-Regionalligaspieler Ralf Riehmer.
Mit 52 erstmals Trainer eines Herrenteams: Ex-Regionalligaspieler Ralf Riehmer.

Recht spät, mit 52 Jahren, hat Ralf Riehmer seine erste Stelle als Trainer eines Herrenfußballteams angetreten, nachdem er zuvor schon Jugendmannschaften betreut hatte. Seit Saisonbeginn coacht der ehemalige Regionalligaspieler zusammen mit Oliver Orth den in die B-Klasse aufgestiegenen FC Rodalben, der mit zwei Siegen in die Runde gestartet ist.

Herr Riehmer, was hat Sie bewogen, jetzt bei den Aktiven als Trainer einzusteigen?

Grundsätzlich habe ich eigentlich gar nicht die Zeit, um Trainer zu sein. Entscheidend in diesem Fall war der Vorsitzende des FC Rodalben, Timm Brödel. Unsere beide Söhne Luca und Max haben in der Jugend zusammen gespielt, weshalb wir uns schon so lange kennen. Er fragte mich, ob es für mich vorstellbar sei, als Trainer beim FC zu arbeiten. Ich habe mir dann zwei Spiele angeguckt und gnadenlos überlegene Rodalber gesehen. Da waren gute Kicker drin. Ich sagte dann, neben Oliver Orth mach’ ich das. Und es funktioniert richtig gut. Da gibt es überhaupt keinen Neid. Was haben Sie vorgefunden? Eine Mannschaft, die deutlich über C-Klasseniveau agiert. Ich kannte zudem viele Spieler aus meiner Zeit als Jugendtrainer. Wen zum Beispiel? Unseren Torwart Niklas Ludy, Manuel Kölsch oder Christopher Hög. Ich wusste, dass man mit denen sehr gut kommunizieren kann, dass sie meine Vorstellungen nicht nur vom Kopf her umsetzen können. Was gilt es primär zu verbessern? Klar ist, dass es in der B-Klasse nicht immer so klar ausgehen kann wie in der C-Klasse. Da kann meine Mannschaft auch mal in Rückstand geraten. Damit umzugehen müssen die Spieler nach so einem Jahr erst mal wieder lernen. Sie müssen an sich glauben und überzeugt sein, auch mal ein Spiel zu drehen. Insgesamt gilt mein Augenmerk der Stabilisierung. Kann Ihr Ziel nur die Meisterschaft sein? Mein Ziel ist es, in dieser Klasse Erster zu werden. Ob es reicht, wird sich noch zeigen. Da kommt es wahrscheinlich auf die zwei, drei entscheidenden Spiele an. Mit vorne dabei werden wir wohl sein. Außerdem möchte ich jeden einzelnen Spieler und damit dann auch den Verein weiter bringen. Ich kenne jedoch nicht alle Mannschaften in der B-Ost so gut, und vielleicht haben wir auch mal Verletzungspech. Also abwarten. Ihre Prognose zum Spiel am Sonntag gegen den SV Lemberg, der ebenfalls als Titelkandidat gehandelt wird und ebenfalls mit zwei Siegen gestartet ist? Natürlich gewinnen. Aber Lemberg hat Spieler in seinen Reihen, die so ein Spiel entscheiden können. Der Motivationsfaktor und Ehrgeiz könnten hier entscheidend sein. Wir sind gewappnet, schließlich hatte ich 21 Leute im Training. Der 3. Spieltag B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken West: Höhmühlbach - Höheinöd, Thaleischweiler - Hornbach (beide gestern Abend nach Redaktionsschluss), VB Zweibrücken II - Großsteinhausen II (Sonntag, 13.15 Uhr), Harsberg/Schauerberg - TSC Zweibrücken II, PSV Pirmasens - Herschberg II, Stambach - SG SVN Zweibrücken, Althornbach - Wattweiler, Wallhalben - Martinshöhe (alle So., 15 Uhr) B-Klasse Pirmasens/Zweibrücken Ost: Burgalben - Bundenthal II (Samstag, 16.30 Uhr), Hinterweidenthal II - Bruchweiler (Sonntag, 13.15 Uhr), Busenberg - FC/VfB Münchweiler, RW Pirmasens - Merzalben, Heltersberg/Geiselberg - Ruppertsweiler, Hochstellerhof - Hauenstein III, Hilst - Ruhbank, FC Rodalben - Lemberg (alle Sonntag, 15 Uhr) B-Klasse Kaiserslautern/Donnersberg Süd: u. a. SG Trippstadt/Schmalenberg - VfL Kaiserslautern (Samstag, 16 Uhr, in Schmalenberg). | Interview: Helmut Igel

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