Pirmasens Mammutprogramm auf der Ruhr
Arnsberg. Holger Jung aus Höheischweiler hat beim Schüler-Länderpokal im Kanuslalom ein wahres Mammutprogramm absolviert. Der 13-Jährige ging am vergangenen Wochenende im nordrhein-westfälischen Arnsberg 14-mal an den Start: Im Einer-Kajak (K1), im Einer-Kanadier (C1), im Zweier-Kanadier (C2) und in den jeweiligen Mannschaftsläufen stellte er sein Können unter Beweis. Seine beste Einzel-Platzierung war Rang acht im K1 der A-Schüler (13 und 14 Jahre).
Am Samstag fand zunächst auf der Ruhr im Arnsberger Stadtteil Neheim-Hüsten bei idealen äußeren Bedingungen ein Qualifikationswettkampf statt, der darüber entschied, welche Kanuten tags darauf für Rheinland-Pfalz beim Ländervergleich starten. Hier empfahl sich Holger Jung, trotz zweier umstrittener Torrichterentscheidungen, mit dem elften Platz unter 41 Startern als zweitbester Rheinland-Pfälzer Auswahltrainer Christian Bahmann für den Ländervergleich am Sonntag. „Eigentlich wollte ich unter die Top Ten paddeln, über die Torrichterentscheidung bin ich schon ein wenig enttäuscht“, sagte Holger Jung. Trotz sehr frühen Rennbeginns tags darauf war er mehr als ausgeschlafen und fuhr mit einem fulminant schnellen und zudem fehlerfreien zweiten K1-Lauf auf Rang acht der Länderbesten. Angespornt davon, gelang ihm mit den Bad Kreuznacher Paddelfreunden Dilli und Pahl im Mannschaftslauf, genau wie in der Qualifikation auch, die Fahrt auf Platz vier. Selbstkritisch beurteilte Jung dennoch seine konditionellen Schwächen: „Wenn ich in der kommenden Saison noch weiter vorne landen möchte, muss ich über Winter im Ausdauertraining mehr Gas geben.“ C-Schüler (bis zehn Jahre) werden beim Schüler-Länderpokal nicht berücksichtigt. Dennoch war der zehnjährige Pirmasenser Simon Schiel in Arnsberg am Start. „Simon haben wir für das Rahmenrennen am Samstag gemeldet, weil im kommenden Jahr, seiner ersten B-Schüler-Saison, hier die deutschen Meisterschaften stattfinden, für die er sich unbedingt qualifizieren will – und das meiner Einschätzung nach auch definitiv wird“, sagte WsF-Trainer Sebastian Zehfuss nach den beiden Läufen seines jüngsten Schützlings. Vor dem Rennen schätzte Simon Schiel beim Blick auf die Startliste, dass er vielleicht unter die besten Fünf paddeln könne. Zwei Stunden später war er strahlender Dritter, nachdem er zwei sehr starke Läufe hingelegt hatte. Der rheinland-pfälzische Kanuverband schloss den Ländervergleich auf dem fünften Rang ab. In zwei Wochen steigt im Bad Kreuznacher Salinental die traditionsreiche Herbstregatta, bei der auch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften ausgetragen werden. (rhp)