Pirmasens Mallorca-Urlaub oder Aufstiegsspiel
«Hinterweidenthal.»Mallorca-Urlaub oder Aufstiegsspiel? Vor dieser Frage könnte bald Niklas Kupper, der Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SG Eppenbrunn, stehen.
Die SGE liegt nach mittlerweile acht Siegen hintereinander in der Bezirksliga Westpfalz auf dem zweiten Tabellenplatz, der am Saisonende zu Landesliga-Aufstiegsspielen berechtigt. Noch sieben Partien hat Eppenbrunn zu bestreiten. Kupper betont zwar, dass „viele, die vorne stehen, noch gegeneinander spielen“, hat sich aber vorsorglich schon mal nach den Terminen für die Partien gegen den Vizemeister der Bezirksliga Nahe erkundigt. Hintergrund: Am 7. Juni fliegt der zum Rundenende bei der SGE aufhörende Kupper mit seinen alten und neuen Mannschaftskollegen vom SC Hauenstein in den Urlaub nach Mallorca. Die Aufstiegsspiele sind für den 29. Mai und den 2. Juni angesetzt. Ein eventuell nötiges drittes Spiel würde am 5. Juni ausgetragen werden. Diese Termine könnten sich allerdings nach hinten verschieben, wenn in einer der beiden Bezirksligen ein Entscheidungsspiel um den zweiten Rang nötig werden würde. Am Karsamstag (14 Uhr) muss Eppenbrunn zum Nachholspiel beim SV Hinterweidenthal antreten. Kupper, mit 26 Treffern bester Schütze seiner Elf, und seine Teamkollegen Jan-Luca Hahn (18) und der zuletzt beim 3:2 gegen Knopp/Wiesbach wegen Oberschenkelproblemen erst eingewechselte Mounir Rabahi (15) haben zusammen schon 59 Saisontore erzielt – fünf mehr als Hinterweidenthals gesamte Mannschaft. „Das ist schon ein Haufen Holz“, sagt dazu SVH-Trainer Denis Jung, dessen Team das Hinspiel dennoch gewann. Abwehrspieler als Top-Torjäger Sein Torjäger ist ein Abwehrspieler: Obwohl Hinterweidenthals Kapitän Kim-Dan Schenk nach Jungs Worten 80 Prozent der Spiele als Innenverteidigung absolviert, bringt er es schon auf 19 Saisontore – und dürfte damit der torgefährlichste Verteidiger der Bezirksliga sein. Vergangenen Sonntag beim 4:1-Heimsieg gegen die SG Kirchheimbolanden/Orbis war der, so Jung, „absolute Führungsspieler“ allerdings als Mittelstürmer aufgeboten. Da fehlten der verletzte Angreifer Dominic Keßler und Michael Helfrich (Urlaub). Beide stehen am Samstag wieder zur Verfügung. Die Langzeitverletzten Luca Mangold (Knöchelbruch) und Albert Schnur (Meniskus) müssen dagegen auch im Wasgauderby passen. Traditionell kann sich Hinterweidenthal auf eine gute Defensive stützen. Mit 33 Gegentreffern – fünftbester Wert der Liga – steht der SVH besser da als Aufstiegsaspirant Eppenbrunn (41). „Wir kriegen nicht so viel Gegentore. Das macht Mut“, sagt Jung. Neue Nummer eins Seit dem ersten Spiel im neuen Jahr steht bei Eppenbrunn Winter-Zugang Nicola Schillings zwischen den Pfosten. Er löste Lars Bachert ab. „Nicola hat im Moment einen Hauch an Vorsprung. Aber Lars stellt sich da völlig in den Dienst der Mannschaft, obwohl es sicher für ihn nicht leicht ist, wenn ein neuer Keeper kommt und gleich spielt“, sagt Trainer Kupper zu diesem Thema. Vor Hinterweidenthal warnt er ausdrücklich: „Ein sehr starker Gegner, ein kleiner Platz und ein Lokalderby – das wird schwierig.“ Kontrahent Jung, der übrigens am 26. Mai für die CDU für einen Platz im Pirmasenser Stadtrat kandidiert, verspricht einen harten Kampf. Weselberg spielt schon heute Bereits am heutigen Gründonnerstag (19 Uhr) empfängt der SC Weselberg, mit einem Spiel weniger Tabellendritter mit vier Punkten Rückstand auf Eppenbrunn, die TSG Kaiserslautern.