Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Luis Henkel (TV Thaleischweiler): Andreas Wolff ist sein Vorbild

Erst Linksaußen, dann Torhüter: Luis Henkel.
Erst Linksaußen, dann Torhüter: Luis Henkel.

Ein Feuerwehrmann ist Schlussmann beim Tabellenführer der Handball-Verbandsliga, dem TV Thaleischweiler.

Die Handballer des TV Thaleischweiler reisen als Spitzenreiter zum Verbandsliga-Topspiel bei den einen Zähler schlechter gestellten VTV Mundenheim II. Anpfiff in Ludwigshafen-Süd ist am Sonntag um 18 Uhr. Mithelfen, die Niederlagen-freie Serie des TVT auszubauen, will der erst 18-jährige Torwart Luis Henkel.

Erst Abi, dann Handwerkslehre

Er besucht die 13. Klasse der IGS Thaleischweiler-Fröschen, im nächsten Sommer steht das Abitur mit den Leistungskursen Englisch, Biologie und Geschichte an. Doch danach strebt er zunächst nicht wie viele andere ein Studium an, sondern wird eine Handwerkerlehre absolvieren. Als Fliesenleger. „Mein Vater hat ja einen Fliesenlegerbetrieb, und den will ich eventuell übernehmen“, sagt der Thaleischweilerer, der als Siebenjähriger mit dem Handball beim TVT begonnen hatte, sein Schlüsselerlebnis aber erst 2016 haben sollte. „Ich sah das EM-Finale, in dem Andreas Wolff so stark gehalten hatte. Das wollte ich dann auch und bin in der D-Jugend als Linksaußen ins Tor gewechselt“, berichtet Henkel, der heute sagt: „Wolff ist immer noch mein Vorbild.“

„Coole Truppe“

In der C-Jugend bildete der TVT dann eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Dansenberg. Für Henkel stand aber fest, dass „ich bei meinem Heimatverein in der coolen Truppe spielen will, die ich sonst immer auf der Tribüne verfolgt habe“. So sei schon immer klar gewesen, dass sein Weg zum TVT zurückführe, sobald das altersbedingt wieder möglich sei.

Und der 1,85 Meter große Henkel ist glücklich, obwohl Daniel Scherer die klare Nummer 1 zwischen den Pfosten ist – und Marco Fasco hin und wieder für das Küken im Kader in selbigen rückt, wenn es dessen Beruf erlaube. „Für mich ist das kein Problem und wenn Daniel gut im Spiel ist, bin ich auch mit weniger Spielanteilen zufrieden. Ich will ja nicht, dass wir uns unnötige Gegentore einfangen.“

Bald weitere Heimkehrer

Mannschaftsintern sei er voll integriert, halte sich aber aufgrund mangelnder Erfahrung zurück, wenn die alten Hasen über taktische Dinge diskutieren. Froh ist er, dass es bald weitere Heimkehrer geben könnte, die mit ihm schon in der Jugend spielten, aktuell aber noch an Dansenbergs A-Jugend „ausgeliehen“ sind.

Henkel beschreibt sich als sozialen Menschen, was auch sein Engagement bei der Feuerwehr unterstreicht. Montags sind Übungen angesetzt, freitags unterstützt er bei der Jugendfeuerwehr, bei der er selbst als 13-Jähriger anfing, als ihn ein Freund dorthin mitgenommen hatte. „Es macht mir Freude, anderen helfen zu können“, betont Henkel, der gerade einen Atemschutzlehrgang absolviert. Dass man in dieser Aufgabe nicht nur „lustige Übungen“, sondern auch schockierende und bedrückende Einsätze erleben kann, sei ihm immer klar gewesen: „Ich bin darauf vorbereitet“, versichert er.

Aufstieg ist noch kein Thema

In Mundenheim wolle die Mannschaft unbedingt die „überraschend übernommene“ Position an der Tabellenspitze verteidigen. Aber kann die Mannschaft, die schon einmal wegen des Altersdurchschnitts aus der Pfalzliga abgemeldet wurde und in der A-Klasse weitermachte, auch aufsteigen? Würde sie das tun, wenn sie am Ende tatsächlich auf einem der ersten beiden Plätze stehen sollte? „Ich habe noch nicht mitbekommen, dass das in der Mannschaft schon thematisiert wurde“, sagt Henkel. Mit starken Leistungen zwischen den Pfosten und daraus resultierenden Erfolgen wird das Thema zwangsläufig irgendwann auf die Agenda kommen.

WEITERE SPIELE

Frauen-Pfalzliga: FSG Assenheim/Dannstadt/Iggelh. - TV Hauenstein (Samstag, 18 Uhr, Kurpfalzhalle Dannstadt)

Frauen-Verbandsliga: HSG Landau/Land II - TV Thaleischweiler (Samstag, 18 Uhr, Löwensteinhalle Albersweiler)

Männer-Bezirksliga: TV Dahn – TV Rheingönheim (Samstag, 20 Uhr).

Frauen-Bezirksliga: TV Dahn - wSG Rheinauen II. (Samstag, 18 Uhr)

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