Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Ludy wagt den Neustart beim SV Hermersberg nach halbem Leben beim FK Pirmasens

Hier waren sie noch Gegner: Hermersbergs Kapitän Pascal Masch (links) und Christopher Ludy.
Hier waren sie noch Gegner: Hermersbergs Kapitän Pascal Masch (links) und Christopher Ludy.

Christopher Ludy beendet zum Saisonende sein Engagement als Spielertrainer des FKP-Verbandsligateams und wechselt in gleicher Funktion zum SV Hermersberg. Er erläutert die Gründe für den Schritt, der ihm nicht leicht gefallen ist.

„Zwei Jahre in der Jugend und jetzt schon über 13 Jahre am Stück: Ich habe mein halbes Fußballer-Leben beim FKP verbracht. Deshalb ist mir dieser Schritt natürlich nicht so leicht gefallen.“ Christopher Ludy, 31 Jahre alt, hat bisher nur für drei Vereine gespielt: seinen Heimatverein, den TuS Leimen, den SC Freiburg, wo er in der U17- und U19-Bundesliga stürmte (und den DFB-Pokal für A-Junioren gewann), und eben den FK Pirmasens. Der Schritt, den er nach Saisonende im Juni geht, ist der zum SV Hermersberg. Er wird beim aktuellen Landesliga-Vierten Spielertrainer und damit Nachfolger des langjährigen SVH-Coachs Jens Mayer.

Die Pirmasenser hätten gerne mit Ludy verlängert, wie FKP-Präsident Jürgen Kölsch sagt, aber der hauptberuflich als Controller bei Hager in Blieskastel arbeitende Torjäger entschied sich für die Gelb-Schwarzen von der Sickingerhöhe. „Der SV Hermersberg ist nach dem FKP zusammen mit dem SC Hauenstein der attraktivste Verein in der Region, der zudem ein begeisterungsfähiges Umfeld hat. Und ich habe dort die Möglichkeit, mal eine erste Mannschaft zu trainieren“, erläutert Ludy.

Druck zu Saisonbeginn

Beim FKP lief es diese Saison für ihn als Spieler nicht so gut. „Nach fünf Spieltagen waren wir Vorletzter. Da ist der Druck auf den Trainer und den nicht treffenden Stürmer zugleich gewachsen. Und dann fiel ich auch noch vier Wochen aus, weil ich krank war und einen Faserriss hatte“, erzählt er.

Die sportliche Lage der zweiten Mannschaft besserte sich allerdings in den vergangenen Wochen. Von „oben“ verstärkten oft Ousmane Sannoh, Marc Ehrhart oder Kristof Scherpf das Team, das so auf Rang neun vorrückte. Ludy schaute oft zu, um den Offensivkräften aus der Oberliga Spielpraxis in der U23 zu geben.

Erstes Testspiel ausgerechnet gegen Hermersberg

In Hermersberg wird er im Gegensatz zum FKP II, wo er diese Saison neun bisherige U19-Spieler einzubauen hatte, viele gestandene, erfahrene Spieler vorfinden. Und er kehrt in die Klasse zurück, in der er schon mal Torschützenkönig war. In der Saison 2013/14 schoss der damals noch parallel im FKP-Regionalligateam spielende Ludy Pirmasens II mit 32 Treffern zur Meisterschaft in der Landesliga West und damit in die Verbandsliga.

Ob der jetzige Co-Spielertrainer des SVH, Sebastian Schütz, auch Ludy zur Seite stehen wird, ist noch offen. Kurios: Das erste Testspiel der am 27. Januar beginnenden Wintervorbereitung und damit das erste Spiel nach Ludys Entscheidung bestreitet der FKP II am 9. Februar beim SV Hermersberg.

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