Pirmasens Lokalmatadorin freut sich übers „Triple“
«WALDFISCHBACH-BURGALBEN.» Spitzen-Tischtennis in Waldfischbach-Burgalben beim Top-48-Bundesranglistenturnier am Wochenende: Tanja Krämer aus Merzalben machte gestern am zweiten Turniertag das Triple perfekt. Anika Links vom 1. TTC Pirmasens blieb glücklos und musste sich mit einzelnen Satzgewinnen begnügen (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete).
Tag eins, der Samstag, war für Krämer mehr oder minder ein Leichtes. Da traf man die Bundesligaspielerin auch mal auf dem Parkplatz vor der Halle beim Warmlaufen. „Ich muss mich immer warm machen vor den Spielen. Die zwei Stunden Pause zwischen den Matches sind schwierig zu überbrücken“, erklärte die 29-fache Nationalspielerin. In der Vorrunde standen fünf Siege zu Buche. Die zwar deutlich ausfielen, aber doch in drei Partien mit Satzverlusten einher gingen. Gegen Eva-Marie Maier (TSV Schwabhausen) und im Auftaktspiel gegen Annett Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen) und Lea Grohmann (TTC Grün-Weiß Staffel) gab sie jeweils einen Satz ab. „Es war nicht ganz so einfach, aber so langsam komme ich rein“, erklärte Krämer nach der dritten Partie gegen Jenny Kunze, die sie deutlich mit 11:2, 12:10, 11:8 gewann. Auch gestern setzte sich Tanja Krämer mühelos durch, marschierte ohne Probleme ins Halbfinale, wo sie gegen Alena Lemmer (TSV Langstadt) erstmals vor ernsthafte Hindernisse gestellt wurde. Nach dem 2:2-Satzausgleich wurde sie in der Offensive sicherer, konterte Lemmer gut aus und siegte in den folgenden Durchgängen deutlich. „Wichtig ist es, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Der Rest ist dann erst mal egal“, erklärte Krämer vor dem Finale. In diesem siegte sie gegen Jessica Göbel, nachdem sie die ersten beiden Sätzen noch knapp verloren hatte, mit 8:11, 9:11, 11:7, 11:7, 11:5, 11:6 und feierte den dritten Erfolg in Serie. Als die in Merzalben beheimatete Spielerin vom Bundesligisten TV Busenbach zum Jubeln die Arme nach oben riss, war das Turnier für Anika Links (1. TTC Pirmasens) schon lange zu Ende. Pfalzliga-Spielerin Links war durchaus bedient und trauerte ihren Möglichkeiten hinterher. Vier Satzgewinne standen für die 16-Jährige am Ende zu Buche. Pech, dass die Schülerin der zehnten Klasse des Hugo-Ball-Gymnasiums in Pirmasens gleich zweimal mit 2:3-Sätzen unterlag. „Sie hatte viel Respekt, hat anfangs nicht das gespielt, was sie kann“, erläuterte Christopher Enders (TSG Kaiserslautern), der die pfälzischen Akteure betreute. Die Siegerin der Verbandsrangliste unterlag der späteren Viertelfinalistin Janina Kämmerer (TSV 1909 Langstadt) zum Auftakt deutlich in drei Sätzen. Kämmerer, die beim Tabellenzweiten der Ersten Bundesliga in diesem Jahr auch schon eingesetzt wurde, siegte deutlich mit 11:5, 11:7, 11:2 gegen Links. Auch gegen Vivien Scholz (ESV Weil) verlor Links deutlich 0:3. Danach gab es aber Chancen auf den erhofften Spielgewinn. Gegen Stefanie Felbermeier vom TuS Fürstenfeldbruck hechelte sie einem 0:2-Satzrückstand hinterher, fand zu ihrem Spiel, glich aus und führte im Entscheidungssatz sogar mit 7:6. „Danach waren es dann wieder zu viele leichte Fehler von ihr“, sagte Enders nach dem 7:11 im fünften Durchgang. Endgültig bedient war Links nach der Niederlage gegen Alexandra Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen). Doch Grund dazu hatte die Pirmasenserin keineswegs. Sie spielte Kaufmann dort an, wo es ihr weh tat. Immer wieder umspielte sie die hart gespielte Vorhand. „Ich habe schon mal gegen sie gespielt. Ich wusste, was auf mich zukommt“, erklärte Links geknickt, nachdem sie beim Stand von 2:2-Sätzen zu Beginn des folgenden Durchgangs regelmäßig die Punkte an die Gegnerin abgab. 2:8 lag sie im Hintertreffen. Gab nicht auf, war beim 6:9 auch noch mal in Schlagdistanz, machte danach aber nochmals leichte Fehler. Marlene Scheib (BSC Rapid Chemnitz), die als Gruppenzweite über die Zwischenrunde ins Achtelfinale einzog, unterlag sie zum Abschluss noch mal in drei Sätzen. „Es war ein tolles Turnier und toll, mal mit den Profis zu spielen. Zwei Spiele hätte ich auch gewinnen können. Ich bin schon etwas enttäuscht“, zog Links ihr Resümee. Mit dabei auch Isabelle Schütt vom saarländischen DJK Heusweiler, die bis zur abgelaufenen Runde für den TTC Nünschweiler in der Oberliga auflief. Auch für Schütt war das Turnier nach 0:5 Siegen frühzeitig beendet. Ihr großes Erlebnis war die Partie gegen Jessica Göbel vom Bundesligisten TV Busenbach, der sie jedoch klar mit 0:3 unterlag. Bei den Herren siegte Tobias Hippler (TuS Celle) im Finale gegen Gerrit Engemann (TTC GW Hamm) in sieben Sätzen.