Pirmasens Lob für Sellentin, Aus für Paul und Cordier

HAUENSTEIN. Wohl nur wenn dem Sportclub Hauenstein heute Abend (Anstoß: 18.30 Uhr, Bezirkssportanlage Rheingönheim) beim FC Arminia Ludwigshafen der dritte Sieg in Folge gelingt, wahrt er seine Chance auf Platz zwei in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.
Vor den letzten drei Spieltagen liegt der SCH mit 51 Punkten hinter dem FK Pirmasens (61) und dem FSV Salmrohr (55) auf Position drei der Tabelle, just einen Rang besser als Ludwigshafen (46), das jedoch eine Begegnung weniger ausgetragen hat. Doch über Platz zwei und die damit verbundenen Regionalliga-Aufstiegsspiele will SCH-Coach Sascha Hildmann „gar nicht mehr reden“. Es gelte, heute Abend in dem Duell „zweier gestandener Mannschaften“ alles reinzulegen. Der dicke Fehler des jungen Keepers Bakary Sanyang beim 4:1 gegen Mehring blieb und bleibt ohne Folgen. „Natürlich steht er auch in Ludwigshafen zwischen den Pfosten“, hält ihm Hildmann die Stange. Sanyang habe mit tollen Reaktionen seine Oberligatauglichkeit bewiesen. Nachdem er fast ein Vierteljahr verletzt gewesen war, hat Sven Sellentin zu alter Form und darüber hinaus zurückgefunden. Sellentin überzeugte gegen Mehring nicht nur als Löcher in der gegnerischen Abwehr aufreißender Sprinter, sondern zeigte auch fußballerisch über dem Durchschnitt liegende Qualitäten. In dieser Form ist Sellentin aus der Anfangsformation nicht wegzudenken. Hildmann: „Sven tut uns sehr gut.“ Hingegen spielen Guillaume Paul – wie am Montag berichtet – und Florian Cordier im zukünftigen sportlichen Konzept des SCH „keine Rolle“ mehr, sagt Hildmann. Gleichwohl hatte Hildmann Paul zu Saisonbeginn zu seinem Kapitän gemacht und ihn als Kopf des Teams bezeichnet. Cordier hatte Hildmann bereits in seiner Zeit beim SC Idar-Oberstein trainiert. Und: Beide haben noch einen Vertrag für eine weitere Saison unterm Neding. Ein ehemaliger Kapitän des SCH, Steffen Litzel, spielt heute Abend beim Gegner. Litzel prägte von 2009 bis 2013 als Sechser das Spiel der Hauensteiner maßgeblich. Und der 28-Jährige war bei Eckbällen oder Freistoßflanken ein gesuchter Anspielpunkt, da er sehr kopfballstark ist, wie 21 Tore in 129 Oberligaspielen für Hauenstein zeigen. Und davor warnt auch Hildmann: „Die Standards von Ludwigshafen sind sehr gefährlich – nicht nur wegen Litzel, sondern auch wegen Pietro Berrafato und Denis Schuler.“ (ig)