Pirmasens Linke-Partei kritisiert Stadtentwicklung

Frank Eschrich
Frank Eschrich

Die Stadtratsfraktion Die Linke-Partei kritisiert die Stadtentwicklung. Vom Masterplan Innenstadt bleibe nicht viel übrig, heißt es seitens der Gruppierung.

2015 wurde der Abschlussbericht zum „Masterplan Innenstadt“ vorgestellt. Grundsätzlich sollte damit die Innenstadt gestärkt und guter Mix aus Handel, Gewerbe und Wohnen gefördert werden. Daraus wurde nichts, es folgte das Aus für die „Stadtgalerie“ und aus dem ehemaligen Kaufhallen-Gelände wird eher ein Wohnpark, als ein „Medien- und Marktzentrum“ wie es damals noch hieß, schreibt die Fraktion.

Der Vorsitzende der Stadtratsfraktion, Frank Eschrich, sagt: „Von den drei Säulen Gewerbe – Handel – Wohnen ist letztendlich nur das Wohnen übrig geblieben.“ Das habe Gründe, die nicht ausschließlich auf Corona zurückzuführen seien. Als Pirmasenser sei man ja froh, wenn sich überhaupt etwas entwickele oder alte Industriebrachen verschwänden. Es gelte das Motto, lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Diese Mentalität habe jedoch ihre Tücken. Dass städtebauliche Entwicklungen in den vergangenen Jahren fast ausschließlich in den privaten Wohnungsbau münden, liege daran, dass Kapitalanleger händeringend nach Renditemöglichkeiten suchen und für sich das „Betongold“ entdeckt hätten. Das sei nicht neu, aber für die Innenstadtentwicklung in Pirmasens gefährlich. Sollte es tatsächlich zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in der Region kommen und Gewerbeflächen in der Innenstadt benötigt werden, stünden auf den Flächen Privatwohnungen, auf die die Stadt keinen Zugriff mehr habe. Deshalb muss laut Eschrich zukünftig vorsichtiger und vorausschauender gehandelt werden.

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