Pirmasens Leserbriefe :

Vielleicht gibt es Menschen, die in einem Holzhaus wohnen und auch kein Auto haben. Das ist ja nicht verwerflich. Dann kann man diese Meinung verstehen. Das ein solcher Abschnitt Hinterweidenthal - Landau nicht von heute auf morgen funktioniert, weiß jedes kleine Kind. Planungen und Ausführung gehören schon zusammen. Ein Holzhaus mit Betonfundament muss auch geplant sein. Das Verkehrsaufkommen ist schon jetzt zu hoch für die B 10. Wie viele Pendler fahren aus der Südwestpfalz Richtung Landau, Ludwigshafen, Karlsruhe und umgekehrt? Es sind sehr viele, die sich über vier Spuren freuen würden. Schon alleine, weil die Sicherheit für die Autofahrer auf vier Spuren viel höher ist. Wäre die Autobahn Pirmasens - Karlsruhe in den 80er Jahren gebaut worden, hätten wir keine Probleme mehr mit der B 10. Der Verkehr in den Ortschaften Dahn bis Kandel wäre viel geringer. Und man bräuchte keine Ortsumgehungen (Dahn, Busenberg), die wahrscheinlich auch nicht gebaut werden. Auch der Tunnel bei Bad Bergzabern wäre nicht nötig. Damals ein Fehler, heute soll der Fehler mit der B 10 wiederholt werden. Noch eine Anmerkung: Warum hat sich denn niemand aufgeregt beim Bau der Autobahn Ludwigshafen - Landau mitten durch die Weinberge? Na ja, das hat ja gut in die Verkehrspolitik von Landau gepasst. Wer selbst Vorteile hat, muss anderen nicht unbedingt auch diese Vorteile gewähren. Ich werde in Zukunft zum Einkaufen vier Spuren benutzen, die mich Richtung Pirmasens/Zweibrücken/Neunkirchen sicher und ohne Lkw-Konvoi fahren lassen. Wer täglich die B 10 fahren muss, der weiß, wovon ich schreibe. Langfristig vier Spuren, das muss sein. Ich muss Frau Karch entgegenhalten: Wenn diese Ausbaugegner so gegen den Ausbau einer vierspurige B 10 sind, dann müssten sie auch gegen den Ausbau der Autobahn von Landau nach Karlsruhe und Mannheim und für den Rückbau dieser Autobahn zu einer zweispurigen Bundesstraße sein. Aber das wollen weder Annweiler noch Landau noch die ganzen Weindörfer an der B 10. Diese Winzer und Restaurantbesitzer sind ja auf Gedeih und Verderb auf die Gäste aus Karlsruhe und aus Baden-Württemberg angewiesen und brauchen die als Kunden, denn sehr viele Südwestpfälzer und Pirmasenser fahren Gott sei Dank nicht mehr in die Vorderpfalz (...). Sehr viele Autofahrer, so wie ich auch, fahren jetzt wieder ab Rinnthal über die alte B 10 durch die Dörfer und Annweiler bis Siebeldingen, nur um dort das Verkehrsaufkommen zu erhöhen. Aber nicht um einzukaufen oder gar einzukehren. Viele Südwestpfälzer und Pirmasenser sind in der Vergangenheit gerne auf die Weinfeste in die Vorderpfalz gefahren und haben dort auch eingekauft, was die meisten nicht mehr tun. (...) Meine Familie und ich kaufen seit zehn Jahren nichts mehr im ganzen Bereich SÜW, wir fahren jetzt lieber ins Elsass und gehen dort auf die Weinfeste, die, wie viele sagen, schöner sind als die in der Vorderpfalz.