Pirmasens Langsam, schwermütig, heftig

Doom, Metal, Punk – im Monat August sucht man Liedermacher und softe Songs vergeblich in den Saarbrücker Clubs und Hallen. Höhepunkt ist das Konzert mit „Bap“ am 29. August in der Congresshalle.
Die irisch-amerikanische Folk-Punk-Band macht am Dienstag, 12. August, in der Garage Station. Die sechs Musiker stammen aus Los Angeles und arbeiten seit 1997 zusammen. Die Musik der Band besteht aus Elementen der irischen Folklore und des Punk. Flogging Molly bietet Punk-Rock mit keltischen Instrumenten und vermengt Blues-Elemente mit punkigen Gitarrensounds und irischer Musik. Die traditionelle Besetzung von Folk-Gitarre, Mandoline, Banjo, Akkordeon, Fiddle und Tin Whistle wird durch E-Gitarre, Bass und Drums verstärkt. Die Band hat ihr letztes Album „Speed of Darkness“ erstmals selbst produziert und verlegt und kommt mit den zugehörigen Titeln auf Tour. Frontmann Dave King und seine Mitmusiker widmen sich in ihren Songs allgemein politischen Themen wie der Weltwirtschaftskrise und der sozialen Armut. Tickets: 32,15 Euro. Cooler, schwerer Rock aus Schweden ist am Freitag, 15. August, im kleinen Club zu hören, wenn dort das Quartett aus Oslo Station macht. Ab 19.30 Uhr präsentieren die Musiker ihre spannende Mischung aus klassischem Rock, Metal-Elementen sowie Punk-Einflüssen, die allesamt von einem eigenwilligen, spacigen Sound bestimmt sind. Kritiker ordnen die Songs der Band irgendwo zwischen Bands wie „Black Sabbath“ und „Black Flag“ ein. Im Vorprogramm wird an diesem Abend die Saarbrücker Hardcore-Band spielen. Eintritt: elf Euro. Im kleinen Club gastiert am Sonntag, 17. August, die New Yorker Hardcore-Punk-Band . Die Gruppe machte in den 80er Jahren Negativschlagzeilen, als sie bei ihren Konzerten in Klu-Klux-Klan-Kutten und SS-Uniformen aufgetreten ist. Angeführt wurde die Band von Sänger Ronnie Reagan, der sich das Leben nahm. Erst 2003 fand die Band mit Pat McGowen einen neuen, adäquaten Sänger. Hardcore der alten Schule mit harten und schnellen Riffs sowie treibendem Stakkato-Gesang und Shout-Refrains sind hier garantiert. Kurze Songs und eingängige Texte gefallen den Fans. „Reagan Youth“ versteht sich als politische Band, die bereits Republikaner, religiöse Rechte und Rassisten parodierte. Im Vorprogramm zu sehen sind die Bands und . Für 12,10 Euro kann man hier dabei sein. Amerikanische Crossover-Geschichte schrieben die Musiker von . Die Band, die 1993 gegründet wurde, war in den 90er Jahren mit Bands wie den „Deftones“ oder „Suicidal Tendencies“ auf Tour und erspielte sich so einen enormen Bekanntheitsgrad als Liveband. Die Gruppe lieferte zahlreiche Hits zwischen Metal, Rock und Crossover, die in den Billboardcharts vertreten waren. Mittlerweile verstehen sich die Musiker aber auch in der Sparte Alternative-Rock. Die neue, mittlerweile sechste CD von „Papa Roach“ heißt „The Connection“ und bietet coole Rocksongs mit Punk-Einflüssen, Rock’n’Roll-Attitüde und weiteren Crossover-Elementen. „Papa Roach“ haben weltweit mehr als 10 Millionen Alben verkauft. Zwei Grammy-Nominierungen und zahlreiche weitere Auszeichnungen zieren ihren Karriereweg. Am Dienstag, 26. August, gastieren die vier Jungs aus Kalifornien in der Garage und geben ihre Songs zum Besten. Im Vorprogramm ist das Berliner Rock-Quartett zu sehen. Tickets: 34,20 Euro. Der August endet mit einem Höhepunkt für die Fans von . Die Gruppe um Wolfgang Niedecken befindet sich derzeit auf „Zieht den Stecker“-Tour. Der Titel ist Programm: Die Kölsche Kultband zitiert in der aktuellen Show eigene Hits und verleiht diesen mit neuer, akustischer Instrumentierung und neuem Arrangement einen ganz neuen Charakter. Aus Rock und Blues werden dann schnell Folk- und Songschreiberstücke oder auch Balladen. Dazwischen finden sich neben den bekannten Hits aber auch einige seltener gespielte „Bap“-Stücke, die in der akustischen Version neue Bedeutung erhalten. Die klassischen Rock-Songs werden so zu Geschichten, mit denen Frontmann Niedecken seine gesanglichen und literarischen Qualitäten beweisen kann. Das Konzert ist am Freitag, 29. August in der Saarbrücker Congresshalle zu erleben. Tickets: 46,90 Euro bis 60,90 Euro. (ckl)