Pirmasens Landgrafentage erstmals auf dem Exe

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Pirmasens feiert am Wochenende die 20. Ausgabe der Landgrafentage zu Ehren des Stadtgründers Landgraf Ludwig.

Handwerker, Gaukler, Musiker und Tavernen verwandelten den Exerzierplatz bei strahlendem Sonnenschein in einen Marktplatz zur Zeit des Pirmasenser Stadtgründers. Mit Fahnenträgern, dem Fanfarenzug Bann, der Landgrafengarde des CVP und Spielleuten zog am Samstagmittag eine große Karawane von der Ecksteinsau zum Exerzierplatz. Im Schlepptau auch Stadtoberhaupt Bernhard Matheis, der das bunte Treiben offiziell eröffnete. „Intensive Baumaßnahmen in der Stadt haben uns gezwungen, die Landgrafentage auf den Exerzierplatz zu verlegen. Damit sind wir der damaligen Zeit wieder ein Stück näher gekommen, denn als Landgraf Ludwig regiert hat, war die Stadt eine einzige Baustelle. Die Leute haben das damals gut überstanden und das werden wir natürlich auch“, scherzt Matheis. Seine „Sorge“ um den Standortwechsel sollte unbegründet bleiben, denn beim Publikum kam es gut an. „Ich besuche öfter die Landgrafentage und finde den Exerzierplatz als Standort sehr gut. Man kann hier schön flanieren und es passen mehr Besucher drauf als auf den Schloßplatz. Man sollte sich überlegen, ob man die Landgrafentage nicht immer hier ausrichtet“, sagte Dietrich Heiser, der mit seiner Frau auf den Exe gekommen war und sich über das Angebot freute. In diesem Jahr hatten mehr Beschicker als 2016 den Weg nach Pirmasens gefunden. Es gab eine bunte Auswahl an historischem Handwerk, mittelalterlichen Schmuck oder auch rustikale Grillspezialitäten. Besuch von außerhalb hatte der Pirmasenser Matthias Gerstle mitgebracht. Seine Lebensgefährtin Petra Sattler stammt aus Wiesloch. Mit ihr besucht er regelmäßig Pirmasenser Feste, erzählt er, während er sich einen Honigwein gönnt. Die Landgrafentage seien eine schöne Veranstaltung, die auf dem Exe noch mehr zur Geltung komme. Mit Freunden steht Gerd Steinbach aus Rodalben an einem Stehtisch und genießt ein Glas Sekt. Für ihn sind die Landgrafentage zu einer Institution geworden. „Ich finde grundsätzlich alles gut, was Werbung für Pirmasens macht. Die Landgrafentage sind eine solche Gelegenheit. Mit ihnen wirkt man den Negativschlagzeilen in der Stadt entgegen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich auf dem Exe die Buden der Beschicker verlieren. Von daher gefällt mit der Standort am Schloßplatz besser“, sagt Steinbach. In ganz Deutschland auf Märkten unterwegs ist Anja Ringel aus Limburg, die mit ihrem Stand „Leder in Farben“ auf dem Exe zu Gast war. „Ich bin zum ersten Mal in dieser Stadt und positiv überrascht. Der Exerzierplatz ist ein schöner Platz und die Leute sind alle nett. Unsere Waren kommen gut an“, sagt sie. Ein Lob sprach sie den Organisatoren des Stadtmarketings aus. Sie hätten sich sehr viel Mühe gegeben. Mit seinen Aladinschuhen war Sarper Kara aus Nidda gekommen. Er zeigte sich am Samstag hocherfreut über den Zuspruch der Besucher, die ihm zahlreich bei seinem Handwerk über die Schulter schauten. Vor 15 Jahren sei er schon einmal in Pirmasens gewesen. Auch damals schon sei es für ihn gut gelaufen. „Ich komme gerne wieder“, so der Schuhmacher. Als waschechter Mittelalterfan erwies sich auch „Stephanus der Reisende“, der eine Vielzahl von Metsorten anbot. Auch er war zum ersten Mal zu Gast in Pirmasens. Eine Reise aus Mühlbach in Niederösterreich, die sich für ihn gelohnt hat. Sein Honigwein kam bei den Besuchern gut an. „Pirmasens ist recht schön und das Ambiente auf dem Platz ist toll. Das einzige was mich etwas verwirrt ist dieser architektonische Glaskasten in der Mitte des Platzes“, lacht er.

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