FUSSBALL
Landesliga-Familientreffen der Hinterweidenthaler in Hauenstein
Die beiden Torhüter Kevin Jung (24, SCH) und Jonas Jung (30, SVH) sind Cousins. Der selbstständige Fliesenlegermeister Kevin Jung ist gar Patenonkel von Jonas’ knapp einjährigem Sohn Clemens und kennt als Hinterweidenthaler natürlich auch alle Spieler des Gegners. „Ich bin ja oft bei deren Spielen, wenn es sich einrichten lässt. Und ich verstehe mich mit allen gut“, erzählt Kevin Jung.
Zwei Brüder beim Gegner
Das ist auch kein Wunder. Schließlich spielen bei Hinterweidenthal noch weitere Verwandte mit. Im Mittelfeld zieht normalerweise Kevins Stiefbruder Daniel Tretter die Fäden, doch verletzte sich dieser am vergangenen Spieltag. „Ich weiß, dass er angeschlagen ist. Aber ich denke, er spielt. Das gleiche gilt auch für meinen Mitspieler Kai Schacker. Auch er musste im letzten Spiel raus. Aber es dürfte bei ihm gehen“, informiert Kevin Jung.
„Kein Streit“
Auch sein Halbbruder, Sergio Fess, spielt im Hinterweidenthaler Mittelfeld. „Streit gibt es deshalb nach dem Spiel nicht, aber vielleicht mal kurz während der Partie“, merkt Kevin Jung lachend an. Der in Hinterweidenthal wohnende und in Hauenstein spielende Jung durchlief bis einschließlich des ersten A-Juniorenjahres die Jugendmannschaften seines Heimatvereins. Danach folgten drei Jahre beim Sportclub und ein Jahr beim FK Pirmasens II (damals Oberliga). Nun spielt der Keeper im vierten Jahr wieder in Hauenstein.
Rotation im SCH-Tor
Aktuell wird im SCH-Tor rotiert. Gegen Fehrbach hütete Henrik Gräfe das Hauensteiner Gehäuse. „Das war so ausgemacht und auch, dass ich gegen Hinterweidenthal spiele. Das ist okay. Aber am liebsten will ich natürlich immer spielen“, sagt Jung, der am vorigen Wochenende im Zweitmannschaftsmatch gegen Münchweiler zum Einsatz kam.
Oberliga-Erfahrung
Sein Cousin Jonas Jung hat ebenfalls Oberliga-Erfahrung. In der Saison 2010/11 spielte der 1,97 Meter große Torwart neunmal in dieser Klasse für den SC Hauenstein; Ex-Profi-Keeper Mirko Bitzer und Ronny Fahr waren damals seine namhaften Konkurrenten im Kampf um den Platz zwischen den SCH-Pfosten. „In der zweiten Saison habe ich mir das Sprunggelenk gebrochen und war fast nur in der Reha. Danach bin ich nach Hinterweidenthal zurück“, erinnert sich der in Dahn wohnende Jonas Jung. Bis auf diese zwei Spielzeiten und zwei weitere B-Jugend-Jahre beim SCH spielte der gelernte Werkzeugmechaniker, der aktuell bei der Firma Profine in Pirmasens ein duales BWL-Studium absolviert, immer in Hinterweidenthal.
Herzliches Verhältnis
Zu seinem Cousin Kevin pflegt er ein herzliches Verhältnis. „Es kann sein, dass wir sogar gemeinsam zum Spiel fahren. Ich hoffe, dass Kevin nicht so einen Sahnetag erwischt wie im Pokal vor einem Jahr. Aber ich wünsche ihm natürlich nichts Schlechtes“, stellt Jonas Jung klar. Und ein gemeinsames Bier nach dem Spiel sei auf alle Fälle drin.
Im Verbandspokal schlug Hinterweidenthal vor vier Wochen die Hauenstein er mit 2:0. Doch jetzt werden die Karten neu gemischt. „Anders als wir hatte Hauenstein einen sehr guten Start in die Landesligasaison. Aber in so einem Derby ist alles möglich. Da gibt es keinen Favoriten“, sagt Jonas Jung.
Väter sind SVH-„Legenden“
Übrigens: Die Väter der beiden Torleute sind fast SVH-„Legenden“. Die Brüder Günter (Papa von Jonas) und Bernd spielten beide lange Jahre in der ersten Hinterweidenthaler Mannschaft und fungierten dort auch beide bereits als Trainer der ersten Mannschaft.
WEITERE LANDESLIGASPIELE
Sonntag, 15 Uhr: SG VB Zweibrücken/Ixheim - SF Bundenthal, SV Hermersberg - SG Eppenbrunn
Sonntag, 16.30 Uhr: FC Fehrbach - TSC Zweibrücken.