FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Kreispokalfinale zwischen Petersberg und Busenberg im Framas-Stadion

Auf eine gut gefüllte Haupttribüne hoffen die beiden Kreispokalfinalisten.
Auf eine gut gefüllte Haupttribüne hoffen die beiden Kreispokalfinalisten.

Zweimal hat es wegen der Corona-Pandemie nicht funktioniert, nun ermittelt der Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken erstmals seit 2019 wieder seinen Pokalsieger. Dieser wird SC Busenberg oder FK Petersberg heißen, denn die beiden überwanden alle Hindernisse auf dem Weg ins Endspiel am Karsamstag um 17 Uhr im Pirmasenser Framas-Stadion.

Die von Patrick Mehlich trainierten Petersberger nehmen aktuell in der A-Klasse-Aufstiegsrunde Platz drei hinter Waldfischbach/Burgalben und Obersimten ein. Und sie verfügen über jede Menge Erfahrung. Gleich vier Spieler jener Mannschaft, mit denen Petersberg 2009 den Kreispokal letztmals gewann (2:1 im Finale gegen Stambach), sind heute noch dabei: Alexander Hever, Robin Fremgen, David Benesch und Christian Mehlich, der Bruder des Coachs. Der damals überragend aufspielende Dominic Conrad kickt nur noch sporadisch in der zweiten Mannschaft. „Das spricht für die Kontinuität in unserem Verein“, sagt Sportvorstand Martin Rohr, der dieses Amt bereits 2009 innehatte. Er erwartet gegen Busenberg, das die Ost-Staffel der B-Klasse anführt, „eine Begegnung auf Augenhöhe, eben 50:50“.

„Fast schon gratulieren“

„Fast kann man Busenberg schon zum Aufstieg gratulieren. Die spielen eine Top-Runde“, findet auch Patrick Mehlich. Er sieht sein Team in einem wohl „harten Kampf ganz leicht favorisiert“, weil es eben (noch) eine Klasse höher spielt. „Wir sind auch gut über Busenberg informiert“, führt Mehlich weiter aus. Beim Gegner überrage Spielertrainer Felix Burkhard, in dessen Vita auch zwölf Oberliga-Einsätze stehen: „Ich habe schon gegen ihn gespielt und weiß, dass es sehr schwierig ist, ihn über 90 Minuten auszuschalten.“ Schließlich habe er im Pokal gegen die A-Klasse-Spitzenmannschaften Waldfischbach/Burgalben und SVN Zweibrücken jeweils dreimal getroffen. „Wenn der den Ball hat, wird es gefährlich“, weiß Mehlich, der mit seinem „defensiven Kollektiv“ Burkharts Radius einengen möchte.

„Besonderes Flair“

„Wir müssen mit ,Brust raus’ auftreten und unser Spiel machen. Diesen Anspruch haben wir“, sagt Mehlich. Er spricht von einem „besonderen Flair“, von „etwas Besonderem“, das Endspiel im 10.000 Zuschauer fassenden Framas-Stadion auszutragen. „Für so kleine Vereine, wie wir es sind oder Busenberg, ist das doch toll“, schwärmt Mehlich, der sich eine gut gefüllte Haupttribüne wünscht.

„Ja, für die Spieler ist das etwas ganz Besonderes, einfach attraktiv“, schlägt SCB-Vorsitzender Philip Breitsch in die gleiche Kerbe. Busenberg sei am Samstag „nominell der Außenseiter“, glaubt Breitsch. Schließlich sei Petersberg eine Spitzenmannschaft in der A-Klasse. Gleichwohl sei sein Team nicht chancenlos, schließlich wurden auf dem Weg ins Finale zwei starke A-Klasse-Teams aus dem Wettbewerb geworfen. „Wir sind stolz, das Endspiel erreicht zu haben“, merkt Breitsch an.

Double möglich

Mittlerweile ist man in dem Wasgaudorf unterm Drachenfels bei sieben Punkten Vorsprung auf den SV Trulben zuversichtlich, in die A-Klasse aufzusteigen: „Wir hoffen natürlich auf das Double von Pokal und Meisterschaft.“ Die Mannschaft sei gut vorbereitet und könne auf den in der Meisterschaftsrunde gesperrten, aber im Pokal spielberechtigten Simon Engel zurückgreifen. Die Busenberger Fans fahren in zwei Bussen nach Pirmasens.

Schiedsrichter-Aktion

Ohne sie geht es nicht. Gemeint sind die Schiedsrichter, die auf die Einhaltung der Regeln auf dem Rasen achten. Im Kreispokalfinale sind es mit der Pfeife Schiedsrichterlehrwart Sascha Geisler und an der Fahne Tim Renkawitz und David Schwinzer. Doch die Anzahl der Unparteiischen sinkt permanent seit Jahren und erst recht mit Corona, informiert Matthias Belzer, der zweite Vorsitzende des Fördervereins der Schiedsrichter im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken. Und genau das ist der Ansatzpunkt einer (An-)Werbeveranstaltung der Schiedsrichter rund um das Pokalendspiel in Pirmasens. Mit einem Infostand sollen neue Schiedsrichter gewonnen werden. Belzer: „Der Fußball braucht unbedingt mehr Schiedsrichter.“ Es gebe zu viele Vereine, die mehrere Mannschaften im Spielbetrieb haben, aber keinen Referee stellen.

Der Anreiz, sich beim Pokalfinale für die Belange der Schiedsrichter zu interessieren, ist ein Regeltest mit drei Fragen, die richtig beantwortet einen Gutschein über 100 Euro für ein Sportgeschäft oder ein Restaurant einbringen können. Weitere kleinere Gewinne wie Sporttaschen und Rucksäcke sind ausgelobt. Vier Schiedsrichter werden am Samstag vor Ort sein und die Gespräche mit den Zuschauern suchen.

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