Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Krank, und der Hausarzt hat zu? Was dann ab 2. November zu tun ist

Künftig gilt: Erst 116117 anrufen, nicht einfach in die Pettenkoferstraße fahren.
Künftig gilt: Erst 116117 anrufen, nicht einfach in die Pettenkoferstraße fahren.

Wenn medizinische Hilfe in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen benötigt wird, sollten Patienten ab dem 2. November nicht wie bisher direkt zum Bereitschaftsdienst in die Pettenkoferstraße 13 gehen, sondern die Nummer 116117 wählen. Am Telefon wird eine ärztliche Beratung, eine Anmeldung in der nächstgelegenen Bereitschaftspraxis oder ein Hausbesuch vermittelt.

Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz vollendet damit die Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Mit der zentralen Organisation über die Telefonnummer 116117 sollen Ärzte entlastet werden, um mehr Zeit für Behandlungen und Hausbesuche zu haben. Wer künftig also außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Arztpraxen akute gesundheitliche Beschwerden hat, sollte immer zuerst den Patientenservice 116117 anrufen.

Die 116117 funktioniert ohne Vorwahl und gilt deutschlandweit. Sie sollte gewählt werden, wenn jemand nicht lebensbedrohlich erkrankt ist, aber nicht mehr bis zur nächsten Sprechstunde seines Hausarztes warten kann. Man sollte sich also an den Patientenservice wenden, wenn Beschwerden zu einem Zeitpunkt auftreten, an dem die Praxen geschlossen sind − beispielsweise am Wochenende oder an einem Feiertag −, die medizinische Behandlung aber nicht bis zum nächsten Tag warten kann.

Zweibrücker werden nach Pirmasens geschickt

Wählt man die 116117, so kommt man bei der zuständigen regionalen Leitstelle heraus. Dort erfährt der Anrufer entweder den Standort der nächsten Praxis im Bereitschaftsdienst, die der Patient selbst aufsuchen kann, oder bekommt einen Hausbesuch vermittelt. Darüber hinaus beantworten die Mitarbeiter Fragen dazu, wie der Patient sich soweit wie möglich selbst helfen kann. In lebensbedrohlichen Situationen sollte der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 verständigt werden.

Die in den Bereitschaftspraxen freiwerdende Arbeitszeit soll zukünftig laut Kassenärztlicher Vereinigung vor allem für Hausbesuche genutzt werden. Zusätzlich bleibt in jeder Region nachts eine Praxis besetzt. In der Südwestpfalz ist das ab 2. November die Bereitschaftspraxis in Pirmasens in der Pettenkoferstraße 13. Die Bereitschaftspraxis in Zweibrücken bleibt bestehen, wird aber bei Bedarf nur eingeschränkt besetzt. Ist ein Besuch nötig, kann es sein, dass Patienten von dort nach Pirmasens geschickt werden. Die Anmeldung erfolgt über die 116117.

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