Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Kopfballstarke Hermersberger siegen in Waldfischbach

Jonas Simon schraubt sich hoch und köpft Hermersberg mit 1:0 in Führung. Seine Teamkollegen Jona Wohlgemuth (Nummer 42), Johanne
Jonas Simon schraubt sich hoch und köpft Hermersberg mit 1:0 in Führung. Seine Teamkollegen Jona Wohlgemuth (Nummer 42), Johannes Heid und Patrick Freyer (ganz rechts) schauen ebenso wie die Waldfischbacher Jan Wollenschläger (Nummer 18) und Daniel Jochum gebannt zu.

Der SV Hermersberg gewinnt das Pokal-Derby in Waldfischbach. Trainer Jens Mayer setzt gleich vier aus der eigenen A-Jugend gekommene Spieler ein. Einer von ihnen zeichnet sich bei seinem Herren-Debüt besonders aus.

Verbandsliga-Absteiger SV Hermersberg hat mit einem 2:0-Erfolg im Derby bei der Spielvereinigung Waldfischbach/Burgalben die zweite Runde im Fußball-Verbandspokal erreicht. Es habe sich schon „besonders angefühlt“, sagte Hermersbergs Trainer Jens Mayer, mitten in der Saisonvorbereitung als Halbfinalist der Vorsaison im Verbandspokal bei einem Bezirksligisten ran zu müssen, derweil A-Klasse-Aufsteiger SG Weselberg/Linden ein Freilos bekam und in Runde zwei am kommenden Sonntag Gastgeber des SVH ist.

Mayers Kritikpunkte

Landesligist Hermersberg erledigte seine Aufgabe im Nachbarschaftsduell bei der eine Klasse tiefer spielenden Spielvereinigung mit sehr viel Routine. „Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht zufrieden“, merkte Mayer an. Der Ball sei zu lange gehalten worden,„und überhaupt haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Dennoch führte der SVH vor rund 300 Zuschauern zur Pause mit 1:0, weil Innenverteidiger Jonas Simon in der 30. Spielminute den perfekt getretenen Freistoß von Johannes Mendel eingeköpft hatte. Ob defensiv oder offensiv: Gefühlt 90 Prozent aller Kopfbälle gingen an die Gäste.

Die Spielgemeinschaft von SG Waldfischbach und SV Burgalben hielt in einem interessanten, kurzweiligen, aber nicht immer hochklassigen Match prima dagegen. Dreimal lag ein Tor der Gastgeber in der Luft. Bei der Doppelchance von Leon Anderie und Dennis Scherrer (2.) sowie bei der Möglichkeit für Dominik Grünnagel (46.) zeigte sich Hermersbergs junger Keeper Mika Weik, der sein allererstes Spiel bei den Herren bestritt, hellwach und reaktionsschnell. Selbst die Prüfung durch seinen Verteidiger Simon, der einem Eigentor per Kopf sehr nah war, bestand Weik. Er lenkte den Ball an die Latte (43.).

Insgesamt vier Spieler, die in der vorigen Saison noch bei den A-Junioren des SVH kickten, kamen beim Match „Am Galgenberg“ zum Einsatz. Die Entscheidung zugunsten Hermersbergs fiel in Minute 72. Der eingewechselte, für viel Schwung sorgenden Philipp Ruf spielte sich durch einen Doppelpass mit Patrick Freyer im Strafraum frei und lochte zum 2:0 ins „lange Eck“ ein. Die Hermersberger belohnten sich damit für ihren Aufwand und die Spielkontrolle. Zwei weitere gute Möglichkeiten (86., 89.) ließ Ruf allerdings ungenutzt.

Zuversichtlicher Wadle

„Wir müssen das 0:2 so akzeptieren“, fand sich Reiner Wadle, der Trainer der Gastgeber, mit dem Pokal-Aus ab. Er attestierte seinen Schützlingen in der dritten Vorbereitungswoche einen physisch und spielerisch guten Zustand. Wadle: „Wenn wir diese Leistung in die Saison transportieren, dann werden wir in der Bezirksliga einige Spiele gewinnen.“ Auch Mayer zollte dem klassenniederen Auftaktgegner in die Saison 2024/25 „Respekt“.

Schiedsrichter Florian Stahl bot eine souveräne Leistung ohne den Hauch einer möglichen Fehlentscheidung.

SO SPIELTEN SIE

SpVgg Waldfischbach/Burgalben: Djordjevic - Lapot, Jochum, Wollenschläger, Justus - Stecklein (58. Kuhnhardt), Andrie (83. Vatter), Scherrer (74. Schneider) - Berg (86. Wadle), Grünnagel, Dillinger

SV Hermersberg: Weik - Wohlgemuth (75. Juner), Dausmann, Simon, Metzger - Bold (86. Könnel), Mendel (67. Ruf), Buchmann - Gries (67. Bißbort), Heid (67. Weis), Freyer.

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