Pirmasens Koblenzer Fans wüten im Zug und im Stadion

Etwa 150 Fans der TuS Koblenz haben am Samstag vor, während und nach dem Fußball-Regionalligaspiel ihrer Mannschaft beim FK Pirmasens randaliert.
Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei haben Koblenzer Fans auf ihrer Anreise „den Zug stark verunreinigt und Deckenleuchten beschädigt“. Daraufhin sei kurzfristig eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) nach Pirmasens beordert worden. Diese habe vor der Rückfahrt auf dem Pirmasenser Hauptbahnhof „die Personalien festgestellt, um die Straftäter zu ermitteln“. Dabei hätten einige Fans „per Handy versucht, weitere Störer in Koblenz zu mobilisieren“. Bei ihrem 35-minütigen Umsteige-Aufenthalt in Kaiserslautern hätten die Koblenzer Fans dann den Bahnhof verlassen und seien auf FCK-Fans getroffen. „Die Störer konnten dann wieder in den Bahnhof zurückgedrängt werden“, informierte die Bundespolizei, die 53 Beamte einsetzte. Zusammen mit den Kräften der Landespolizei, die im Pirmasenser Stadion und bei der Rückkehr der Fans in Koblenz im Einsatz waren, dürften es insgesamt rund 100 Polizisten gewesen sein. Im Vorfeld habe es „keine Erkenntnisse gegeben“, dass Gefahr von Fans bestehen könne. Während des Spiels warfen auf der Haupttribüne sitzende Koblenzer Fans nach dem Tor zum 1:0 für den FKP einen Trommelstock auf den Rasen des Stadions Husterhöhe. Im Gäste-Fanblock wurde ein randalierender-TuS Anhänger festgenommen und aus dem Stadion gezogen. (peb)