Pirmasens Kinostar: Marianne Sägebrecht

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Sie ist eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen, die auch in Los Angeles oder Paris auf der Straße erkannt werden. Zurzeit ist die bayerische Venus Marianne Sägebrecht im zweiten „Pettersson und Findus“-Realfilm zu sehen. Sägebrecht, 1945 in Starnberg geboren, ist eine Frau mit Charisma und Format und hat schon mehrere Karrieren hinter sich. Bevor sie mit der Liebeskomödie „Zuckerbaby“ 1985 den deutschen Autorenfilm aufmischte, war sie eine lokale Münchner Berühmtheit. Bereits als Kind inszenierte sie selbst geschriebene Geschichten. Als junge Frau machte sie jedoch zunächst eine Ausbildung zur Arzthelferin. 1971 führte sie ein Starnberger Kleinkunstlokal und später die Münchner Künstlerkneipe „Mutti Bräu“ und das Revuetheater „Opera Curiosa“. Dann wurde die Mutter der Schwabinger Subkultur von Regisseur Percy Adlon entdeckt. Als Leichenwäscherin, die sich in „Zuckerbaby“ in einen U-Bahn-Schaffner verliebt, wurde der Paradiesvogel plötzlich zum Star. Besonders in den USA kam sie gut an, und mit „Out of Rosenheim“ drehte Adlon anschließend eine skurrile Komödie, in der Sägebrecht im feschen Lodenkostüm in einem Wüstenkaff in Arizona strandet. Unter dem Titel „Bagdad Café“ fand der Film in den USA drei Millionen Zuschauer und begründete Sägebrechts kleine Hollywood-Karriere. Die Amerikaner waren fasziniert von der Schauspielerin mit der provozierenden Leibesfülle und sinnlichen Aura. Die Vielrednerin, die über sich sagt: „Auf der Zelluloidwiese bin ich eine der letzten Elefantenmütter“, schrieb bislang drei Bücher über ihr Leben und ihre Rezepte. Und nur ihr nimmt man es ab, dass sie im Wald ab und zu Elfen erblickt. |chy/Foto: dpa

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