Pirmasens
Kindertagesstätte „Pusteblume“ für 121.000 Euro saniert und modernisiert
Wie so oft war ein scheinbar unbedeutender Makel Auslöser für eine ganze Lawine. „Mit einem kleinen schwarzen Fleck hat alles angefangen“, erzählt Alexander Kölsch vom kommunalen Gebäudemanagement, wie im Januar dieses Jahres die ersten Anzeichen von Schimmel entdeckt worden waren. Sofort wurden eingehende Untersuchungen angestellt und Sporen in der Raumluft gemessen, worauf der Stadtvorstand unverzüglich den vorübergehenden Umzug ins Banana Building auf der Husterhöhe beschlossen hatte.
Nach den Ferien kehren die Kinder zurück
„Zum Glück haben wir diese Ausweichmöglichkeit, die uns auch schon in der Vergangenheit geholfen hat“, merkt Oberbürgermeister Markus Zwick an, und Stadtjugendpflegerin Bettina Walnsch zeigte sich beeindruckt von der Geschwindigkeit, mit der der Umzug gestemmt worden war. „Das war eine Top-Aktion: Innerhalb von einem Tag ging alles über die Bühne“, lobte sie das gemeinsame Anpacken aller Verantwortlichen einschließlich der Eltern. 33 Mädchen und Jungen, davon 16 aus Niedersimten und 17 aus der Stadt, besuchen derzeit die „Pusteblume“. Elf Kinder sind zwei oder drei Jahre alt, die übrigen zwischen vier und sechs Jahren. Nach den Ferien werden sie wieder in ihre lieb gewonnene Kita umziehen dürfen.
Wasser hat Schimmelbildung verursacht
Aufgrund der Lage habe das Bruchsteinmauerwerk aus den 1930er Jahren mit der Zeit massiven Schaden genommen, erläutert Kölsch. An den Wänden aufsteigendes Wasser habe die Schimmelbildung verursacht. Die Tatsache, dass man nur mit umfangreichen Sanierungsarbeiten der Situation Herr werden kann, habe man genutzt, um gleich ein ganzes Maßnahmenpaket einschließlich der Modernisierung zu realisieren. An den betroffenen Stellen wurde das Mauerwerk abgedichtet, das Oberflächenwasser vom Hof, das für das Problem verantwortlich war, umgeleitet. Im Keller des Gebäudes kam mit der Elektroosmose ein modernes Verfahren zum Einsatz, das das Aufsteigen von Feuchtigkeit im Mauerwerk verhindert. Alter Putz wurde abgeschlagen, Staub abgesaugt und eine feuchteregulierende Innendämmung angebracht.
„So eine Küche wünsche ich mir für alle unsere Kitas“
Auch die Qualität der Kindertagesbetreuung konnte entscheidend verbessert werden: „So eine Küche wünsche ich mir für alle unsere Kitas“, meinte die Stadtjugendpflegerin angesichts der im Industriestandard neu ausgestatteten Küche, in der mehr als 40 Tagesessen frisch zubereitet werden können. Auch Ortsvorsteher Timo Völker war angetan von der „neuen“ Kita. Teilweise neues Mobiliar, Elektro- und Sanitärinstallationen sowie ein neuer Bodenbelag wurden ebenfalls realisiert. Vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen elektrisch bedienbare Rollläden.