Interview
Kim-Dan Schenk (SV Hinterweidenthal): „Durchziehen bis zum 100-jährigen Jubiläum“
Kim-Dan Schenk (33) trägt beim abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten SV Hinterweidenthal die Kapitänsbinde. Der waschechte Hinterweidenthaler hat in 390 Partien für seinen Verein 133 Treffer erzielt. Peter Seibel sprach mit dem Innenverteidiger, der auch mal im Sturm aufläuft, über die aktuelle Situation, seine persönliche Zukunft und das nächste Spiel am Sonntag beim SV Hermersberg.
Herr Schenk, hatten Sie damit gerechnet, dass Ihre Mannschaft sechs Spieltage vor Saisonende so in der Abstiegszone hängt?
Es war vor der Runde klar, dass es eng wird und dass es für Hinterweidenthal nur um den Klassenerhalt geht. Das ist bei uns nichts Ungewöhnliches. Wir arbeiten ruhig weiter, um die nötigen Punkte zu holen.
Wirft man einen Blick auf die Liga direkt darüber, ist die Hoffnung auch nicht allzu groß, dass weniger als vier Teams absteigen könnten…
Natürlich werfe ich ab und an einen Blick auf die Verbandsliga. Diesbezüglich ist die Hoffnung tatsächlich eher klein. Aber grundsätzlich schauen wir zuerst auf uns. Wir wollen die Klasse aus eigener Kraft halten.
Bei der jüngsten Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten Ramstein war der Wille des Teams sicher da, aber die Leistung eher mäßig. Wie ist das zu erklären?
Da kommen mehrere, kleinere Faktoren zusammen. Dazu gehören die schwierigen Trainingsbedingungen in den Wintermonaten, Zeitstrafen, Platzverweise, Verletzte oder auch Studenten, die nicht regelmäßig trainieren konnten. Das spiegelt sich natürlich in der spielerischen Leistung wider, die gegen Ramstein und auch davor in Rieschweiler sicher nicht das Gelbe vom Ei war.
Noch sind in sechs Spielen 18 Punkte zu vergeben und Hinterweidenthal liegt nur drei Punkte von der sicheren Zone entfernt. Was muss jetzt passieren, damit die nötigen Punkte geholt werden?
Kurioserweise verläuft die Rückrunde analog zur Vorrunde. Auch da hatten wir aus neun Partien acht Punkte geholt. Dann haben wir eine kleine Serie gestartet. Wir sind in einer schweren Phase, aber guten Mutes. Wir wollen jetzt mit der Leidenschaft, die uns immer ausgezeichnet hat, vor allem die Heimspiele gegen die direkten Konkurrenten gewinnen. Der nächste Gegner Hermersberg ist natürlich ein Brett. Aber wir wissen, dass wir auch in Hermersberg etwas holen können.
Sie sind jetzt 33 Jahre alt. Wie lange stehen Sie noch zur Verfügung?
Ich habe für die nächste Runde, egal in welcher Liga, zugesagt. Eigentlich haben die älteren Spieler wie Jonas Jung, Daniel Tretter und ich uns vorgenommen, bis 2027, wenn unser 100-jähriges Vereinsjubiläum ansteht, durchzuziehen und noch zu spielen. Natürlich will man auch Zeit für die Familie und den Job. Der Körper trainiert auch nicht mehr so gern wie früher (lacht). Wir haben aber auch viele junge Spieler im Kader, die immer mehr in die Verantwortung wachsen müssen.
ZUR PERSON
Kim-Dan Schenk wohnt mit seiner Frau und seinem knapp fünfjährigen Sohn in Hinterweidenthal. Mit seinem Vater und seinem Bruder führt der Metallbaumeister den Familienbetrieb Adolf Schenk GmbH mit zehn Mitarbeitern. Bis auf viereinhalb Jahre beim FK Pirmasens (A-und B-Jugend plus eine halbe Saison im Herren-Oberligakader) spielte der heute 33-Jährige immer für den SV Hinterweidenthal. Seinen zweiten Vornamen Dan verdankt er einem guten amerikanischen Freund seines Vaters Udo, der eben diesen Namen trug.
LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE
Landesliga: TuS Hohenecken - SG Eppenbrunn (Sonntag, 15.15 Uhr), SV Hermersberg - SV Hinterweidenthal, SG Rieschweiler - SG Hüffelsheim (beide Sonntag, 15.30 Uhr), SV Nanz-Dietschweiler - SF Bundenthal (Sonntag, 16 Uhr)
Bezirksliga: FC Fehrbach - FC Rodalben, SV Battweiler - TuS Bedesbach-Patersbach (Sonntag, 15 Uhr), SpVgg Waldfischbach/Burgalben - SV Katzweiler (Sonntag, 15.15 Uhr)