Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Karten-Spiel beim SC Hauenstein

Nach seinem verschossenen Elfmeter muss sich SCH-Spielertrainer Niklas Kupper von Kreuznachs Torhüter Felix Basting was anhören.
Nach seinem verschossenen Elfmeter muss sich SCH-Spielertrainer Niklas Kupper von Kreuznachs Torhüter Felix Basting was anhören.

Kartenflut unterm Neding: Beim 0:1 (0:1) des SC Hauenstein im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga gegen die SG Eintracht Bad Kreuznach stand Schiedsrichter Niklas Eberle aus Kandel vor 270 Zuschauern im Mittelpunkt.

Obwohl der Referee 13-mal Gelb, einmal Gelb-Rot und einmal Rot zeigte, verlief die Partie bis auf wenige Ausnahmen fair. Klar berechtigt war die Ampelkarte für den Hauensteiner Leon Schehl, der (bereits verwarnt) in der 90. Minute zu spät kam und seinen Gegenspieler an der Außenlinie ummähte. Mehr als die Hälfte der 13 Gelben Karten wurde nach Nichtigkeiten verteilt, war völlig überzogen.

Unberechtigte Rote Karte

An der Roten Karte für SCH-Spielertrainer Niklas Kupper erhitzten sich die Gemüter am meisten. Kupper unterlief in der 34. Minute den Kreuznacher Buhari Ibn Tusina, der daraufhin unsanft auf dem Rücken landete. Eine Gelbe Karte wäre gerade so vertretbar gewesen. Doch zum Entsetzen aller Hauensteiner zeigte Eberle Rot. „Er hat zu mir gesagt, ich wäre mit gestrecktem Fuß in Genickhöhe in den Gegner gesprungen“, sagte der völlig konsternierte Kupper in der Pause. Sein Trainerpartner Philipp Weishaar merkte nach dem Spiel an: „Das war nie eine Rote Karte. Unfassbar, dass der Schiedsrichter so ein Spitzenspiel kaputtgemacht hat. Sogar der Schiedsrichterbeobachter hat gesagt, dass das nur ein Unterlaufen war.“

Schwacher Elfer

Bereits nach fünf Minuten sprach Eberle den Einheimischen einen Foulelfmeter zu. Eine – vorsichtig ausgedrückt – eine sehr harte Entscheidung gegen die Eintracht. Nach Pass von Maximilian Seibel war Hauensteins Tim Keiser im SGE-Strafraum auf seinen Gegenspieler aufgelaufen. Eberle war das einen Strafstoß wert. Doch die Gästespieler mussten sich nicht allzu lange aufregen. Denn Kupper scheiterte mit einem viel zu schwachen Schuss an Torwart Felix Basting. „Ich glaube, ich habe schon in der D-Jugend härter geschossen“, ärgerte sich Ex-Oberligastürmer Kupper, der nach langer Zeit mal wieder einen Strafstoß vergab.

Die erste Hälfte verlief weitgehend ausgeglichen und mit ganz wenig Torgelegenheiten. Der einzige Treffer resultierte aus einer Verkettung von Fehlern in der SCH-Defensive. Zunächst verlor Hauenstein auf seiner rechten Abwehrseite den gerade eroberten Ball an Kreuznachs Antonio Auletta. Dieser flankte scharf, Torhüter Hendrik Gräfe kam mit dem Ruf „Torwart“ aus seinem Gehäuse gestürzt, verfehlte allerdings den Ball, den dann Kutsal Ceylan mühelos im leeren Tor unterbrachte.

In Unterzahl gedrückt

In der zweiten Hälfte bestimmte Hauenstein trotz Unterzahl die Partie. Die Hausherren stellten von Fünfer- auf Viererkette um. Kai Schacker rückte aus der Abwehr ins Sturmzentrum. „Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen. Alle haben bis zum Umfallen gekämpft“, lobte Hauensteins Weishaar nach der Partie. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab Christof Seibel nach einer Stunde Spielzeit. Die Gäste spielten clever, ließen aber die entscheidende Konterchance liegen. Nach 70 Minuten schoss Berkan Ronay Celebi völlig freistehend knapp am Tor von Gräfe vorbei.

SO SPIELTEN SIE

SC Hauenstein: Gräfe - Scherer (83. Scoular-Stajic), Schehl, Schacker, Schmitt, Veith - Kupper, Kästner, Maximilian Seibel, Tim Keiser (67. Schmidt) - Christof Seibel

Tor: 0:1 Ceylan (28.) - Gelbe Karten: Kästner, Schacker, Schmidt, Schmitt, M. Seibel, Veith, Weishaar - Darcan, Flühr, Kreidler, Tusina, Wein - Gelb-Rote Karte: Schehl (SCH, 90.) - Rote Karte: Kupper (SCH, 34.) - Beste Spieler: Kästner, Schmitt, M. Seibel - Ceylan, Nauth, Tusina - Zuschauer: 270 - Schiedsrichter: Eberle (Kandel).

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