Fußball
Kapitän Schertl zu eventuellem Aufstieg von Bundenthal: Wäre Krönung für ganze Generation
Im Alter von sechs Jahren kam der im bayerischen Illertissen geborene Heizungsbauer mit seiner Familie ins südwestpfälzische Bruchweiler, wo er von der F- bis zur A-Jugend Fußball spielte. Danach wechselte der heute mit seiner Freundin in Hinterweidenthal wohnende Abwehrspieler mit einigen Kollegen ins Nachbardorf Bundenthal. „Unser damaliger Trainer Tom Krebs wurde in Bundenthal Co-Trainer. Das war mit ein Grund, dort hinzugehen“, erzählt Schertl. Mit den Sportfreunden stieg Schertl dreimal auf, machte den Weg von der B-Klasse bis zur Landesliga mit.
„Wäre ein Riesending“
„Wenn wir wirklich den zweiten Platz schaffen und in die Verbandsliga aufsteigen würden, wäre das ein Riesending. Vor der Runde haben wir daran nicht unbedingt gedacht“, erklärt der Routinier. Seit dem eindrucksvollen 4:0-Erfolg zuletzt über den bisherigen Tabellenzweiten Hackenheim beschäftige er sich mit einem möglichen Aufstieg: „In einer derartigen Situation kann man das gar nicht abstreiten. Natürlich denken wir an einen möglichen Aufstieg. Wir sind eine sehr erfahrene Mannschaft. Auch wenn wir es nicht auf Teufel komm raus schaffen müssen, wäre es die Krönung für eine ganze Generation.“
Der zumeist als linker Verteidiger in der Vierer-Abwehrkette eingesetzte Schertl hat trotz seiner 35 Jahre, davon 17 bei den Sportfreunden, noch nicht genug. Er hat für ein weiteres Jahr in Bundenthal zugesagt.
Noch vier Siege
Am Samstag muss seine Mannschaft um 16.30 Uhr zum Wasgau-Derby beim SV Hinterweidenthal antreten. Trotz seines Wohnorts pflegt der gebürtige Bayer keinen Kontakt zu Hinterweidenthaler Fußballern. Allerdings weiß er: „Hinterweidenthal ist immer ein heißes Pflaster. Das werden ganz sicher 90 heiße Minuten.“ Gewinnen die Sportfreunde vier der verbleibenden fünf Partien, sind sie sicher mindestens in der Relegation. Nach dem aktuellen Stand der Dinge wäre dort der FSV Offenbach der Gegner.
Der SV Hinterweidenthal schwebt immer noch in akuter Abstiegsgefahr. Das könnte sich ändern, falls sich der SC Weselberg tatsächlich freiwillig aus der Landesliga zurückzieht. „Ich glaube das erst, wenn es amtlich ist. Sollte es aber wirklich so kommen, wäre das sehr positiv für die Köpfe meiner Spieler. Der Druck hätte sich damit erheblich verringert“, sagte Hinterweidenthals Coach Daniel Tretter am Dienstag. Ihn überrasche das gute Abschneiden Bundenthals nicht: „Bundenthal verfügt über einige Unterschiedsspieler und hat sich das nötige Spielglück auch redlich verdient.“ Tretter erwartet eine große Zuschauerkulisse. Neben Marius Schäfer, Fabian Hirschinger und Fabian Zwick fällt nun auch Co-Spielertrainer Christian Singer (Muskelfaserriss) aus. Der Einsatz von Abwehrspieler Michael Helfrich ist noch fraglich.
WEITERE LANDESLIGASPIELE
Samstag, 17 Uhr: SG Hüffelsheim – SC Hauenstein
Sonntag, 15 Uhr: TSC Zweibrücken – SC Weselberg, SG Rieschweiler – SG VfR Kirn/SC Kirn-Sulzbach.
BEZIRKSLIGA
In der Bezirksliga-Aufstiegsrunde bleibt es extrem spannend. Auf Tabellenführer FV Olympia Ramstein (48 Punkte, am Sonntag um 15 Uhr gegen den FC Fehrbach) folgen drei Teams mit je 47 Zählern, darunter die SG Eppenbrunn, die am Sonntag ab 15.15 Uhr beim VfB Reichenbach spielt. Auch die fünftplatzierte SpVgg Waldfischbach-Burgalben (Sonntag, 15 Uhr, beim SV Kirchheimbolanden) liegt mit 45 Punkten noch aussichtsreich im Rennen.