Pirmasens Kapitän überschüttet Trainer mit Lob

«HAUENSTEIN.» Während der FK Petersberg in der Fußball-A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken mit der schier unglaublichen Bilanz von zehn Siegen aus elf Spielen (30 Punkte) dem Rest des Feldes enteilt ist, rangeln sich dahinter gleich sieben Vereine, vom SV Battweiler (22 Punkte aus elf Begegnungen) bis zum SV Ruhbank (17 aus 10), um die Kronprinzenrolle. Am Freitag, 19.30 Uhr, empfängt die auf Rang drei liegende Palatia Contwig (20 aus 10) den Tabellenvierten, den TV/SC Hauenstein II (19 aus 10).
„Da ist was drin für uns“, sagt Hauensteins Kapitän Oliver Sander. Auch wenn Kunstrasen nicht der Lieblingsbelag der „Hääschdner“ ist, fahren diese selbstbewusst nach Contwig. Allerdings kann das Team von Trainer Wolfgang Flick nicht in Bestbesetzung antreten. Sander selbst ist nach einem Innenbandanriss im Knie seit drei Monaten außen vor, Moritz Schneider plagt eine Knochenhautentzündung am Schienbein und Lukas Seibel bereitet seine Leiste Probleme. Eine Zerrung am Hinterteil setzt derzeit Lukas Stahl außer Gefecht. Und dennoch: Jammern gilt nicht beim Bezirksliga-Absteiger. „Wir haben uns für die Saison kein ganz großes Ziel gesetzt, sondern wollen nur vorne mitspielen“, erzählt Sander. Daher laste, so der 28-jährige Betriebstechniker, auch „kein Druck“ auf der Mannschaft. Wenn es überhaupt ein Ziel gibt, dann „soll der Verbleib der dritten Mannschaft in der B-Klasse gesichert werden“. Auf dem Weg dahin hat Hauenstein III allerdings noch keine großen Fortschritte gemacht, denn es ist mit nur vier Punkten Tabellenschlusslicht. Doch weil der Kader für die beiden Teams „ein sehr guter, großer Haufen“ sei, bleibt Sander optimistisch, dass auch dieses Ziel erreicht werden kann. Die jungen Männer kicken nicht nur gemeinsam, sondern unternehmen auch außerhalb des Sportplatzes viel gemeinsam. Ganz wichtig in diesem Ensemble sei indes Wolfgang Flick. „,Wolle’ ist überragend, für jeden Einzelnen von uns ein Vorbild. Er lebt Fußball vor“, schwärmt der Kapitän von dem ehemaligen Regionalligafußballer mit DFB-Pokal-Erfahrung. Hätte Flick zum Saisonwechsel nicht übernommen, „wären wohl viele Spieler nicht mehr hier, sondern bei anderen Vereinen in der Umgebung“, vermutet Sander. Der 49-Jährige sei die Integrationsfigur schlechthin, halte den Laden zusammen und besteche durch fundierte Kenntnisse in Sachen Trainingsgestaltung und Taktik. „Und hätten wir nicht so viel Verletzungspech gehabt, würden wir noch besser da stehen“, ist sich Sander sicher. Weil die Ausfallliste so lang war, habe Flick bei seinen Aufstellungen „stets rotieren müssen.“ Dies sei zulasten der Defensive gegangen. Denn obwohl es ein erstes Ziel gewesen sei, weniger Gegentore zu kassieren, zappelte der Ball in zehn Spielen immerhin 19-mal im eigenen Tornetz – obwohl mit Philipp Spengler ein junger Mann zwischen den Pfosten steht, der laut Sander „überragende Spiele“ abgeliefert habe. Das Programm A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken: SV Palatia Contwig - TV/SC Hauenstein II (Freitag, 19.30 Uhr), FK Clausen - SV Lemberg (Samstag, 16 Uhr), TSC Zweibrücken II - TuS Maßweiler (Sonntag, 13.15 Uhr), SG Rieschweiler II - SG VB Zweibrücken/Ixheim II, FC Fischbach - FC Fehrbach II, SV Ruhbank - FK Petersberg (alle Sonntag, 15 Uhr), SV Großsteinhausen - SV Battweiler, SpVgg Waldfischbach/Burgalben - FC Dahn (beide Sonntag, 15.30 Uhr) A-Klasse Südpfalz: Bavaria Wörth - ASV Lug/Schwanheim (Sonntag, 15 Uhr).