Pirmasens Jubiläum auf Maria Rosenberg

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Die Rosenberger Musiktage feiern Jubiläum: Schon seit 20 Jahren gibt es die Konzertreihe in der Wallfahrtskirche von Maria Rosenberg in Waldfischbach-Burgalben. An vier Wochenenden rund um Pfingsten laden die Musiker zum Genuss kirchlicher Stücke ein, jedes Konzert wird von einem anderen Chor gestaltet.

„Warum machen wir auf dem Rosenberg nicht mal was anderes als nur beten?“, habe er den Leiter der Einrichtung vor 20 Jahren gefragt, erzählt Chorleiter Bernhard Haßler von der Gründung der Konzertreihe. Seine Frage habe ihm zwar erst einmal einen strafenden Blick des Leiters eingetragen, eine erste Idee für die Rosenberger Musiktage aber war geboren. Bis heute wirkt Haßler im Organisationsteam und auf der Bühne mit. In diesem Jahr macht der Hassler-Chor Münchweiler am Pfingstmontag, 16. Mai, den Anfang bei den Rosenberger Musiktagen. Der Name des Chors hat trotz formaler Ähnlichkeit übrigens nichts mit Chorleiter Bernhard Haßler zu tun, vielmehr haben sich die Musiker nach dem Komponisten Hans Leo Hassler aus dem 16. Jahrhundert benannt. Der Chor singt beim Pfingstgottesdienst ab 10 Uhr. „Ich wollte an Pfingsten Heilig-Geist-Lieder haben“, erklärt der Chorleiter. Der Schwerpunkt liege in diesem Jahr auf der „Missa brevis in B“ von Christopher Tambling. Der englische Schul- und Kirchenmusiker schrieb die Messe laut Haßler für den Diözesan-Tag der Kirchenchöre 2014 im Speyerer Dom. „Prunkvoll“ und „nach englischer Kathedralmusik“ klinge das Werk des britischen Musikers, so Haßler. Der Hassler-Chor wird beim Pfingstgottesdienst das Kyrie der „Missa brevis“ singen, außerdem das Sanctus/Benedictus und das Agnus Dei. Da es sich bei der Veranstaltung um einen Gottesdienst handelt, ist der Eintritt frei. Am Sonntag, 29. Mai, ab 19 Uhr gibt die Schola Cantorum Blieskastel ein Konzert in der Wallfahrtskirche unter dem Motto „Gregorianischer Choral und mehr“. „Gregorianik hat ihre Bedeutung – nicht nur geistlich, sondern auch musikalisch, auch in neuerer Zeit“, meint Haßler. Die Schola Cantorum Blieskastel wurde 1989 von Kirchenmusiker Christian von Blohn gegründet. Zum Repertoire des Chores gehören Choralmessen und Propriumsgesänge. Sebastian Müller leitet heute die Schola. Bei den Rosenberger Musiktagen wird Sebastian Degen am Saxophon und Siegmar Junker an der Orgel mitwirken. Der Chor singt unter anderem „Cantate Domino“ von Hans Leo Hassler, eine Motette von Hans Georg Nägeli und die Choräle „Cibavit eos“, „Gaudeamus“ und „Salve regina“. Im Eintrittspreis von zehn Euro (ermäßigt acht) ist ein Imbiss im Wallfahrtshof inbegriffen. Am Sonntag, 12. Juni, tritt ab 19 Uhr der Chor Padall auf, der sich unter anderem Werken von Heinrich Schütz und Max Reger widmen will. Hannelotte Pardall leitet bereits seit 1977 den Chor, der geistliche und weltliche Chorwerke der verschiedensten Epochen und Stilrichtungen singt. Anlässlich der Musiktage auf Maria Rosenberg will sich der Chor unter anderem dem „Te Deum Laudamus“ widmen. Geplant sind die Aufführungen von Henry Purcells „We Praise Thee, O Lord“ aus dem 17. Jahrhundert, die Motette „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Heinrich Schütz und „Ach, arme Welt, Opus 110,2“ von Johannes Brahms (ebenfalls eine Motette). Außerdem zeigt der Chor Pardall „Präludium und Fuge in d-Moll, BWV 539“ (Johann Sebastian Bach) und „Dein Wort, o Herr“ sowie „Die Nacht ist gekommen – Du höchstes Licht“ von Max Reger. Am Sonntag, 26. Juni, findet der Abschluss der Konzertreihe statt, den die 2015 gegründete Rosenberger Kantorei gestaltet. Die Kantorei unter Leitung von Manfred Degen ging aus dem Kammerchor Pirmasens hervor. Als Solisten sind Anne Kathrin Fetik (Sopran), Angela Lösch (Alt), Thomas Dorn (Tenor), Michael Marz (Bass) und Tobias Füller (Trompete) dabei. Die Kantorei will das „Kemptener Te Deum“ von Franz Xaver Richter aus dem 18. Jahrhundert vorführen, außerdem „Magnificat“ von Johann Baptist Sternkopf und „Salve regina“ von Valentin Rathgeber. Ein Abonnement für alle vier Konzerte der Rosenberger Musiktage kostet 30 Euro. Karten sind ab sofort an der Rezeption des Wallfahrtshauses unter Telefon 06333/923200 und im Wallfahrtsladen (06333/923450) erhältlich, außerdem an der Abendkasse. (mefr)

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