Judo RHEINPFALZ Plus Artikel Jeden Abend Betrieb im Dojo in Schindhard

Erkämpften jeweils Silber bei den Judo-Pfalzmeisterschaften in Speyer: Eric Wilke (links) und Max Dommermuth (rechts) vom Judocl
Erkämpften jeweils Silber bei den Judo-Pfalzmeisterschaften in Speyer: Eric Wilke (links) und Max Dommermuth (rechts) vom Judoclub Schindhard. Trainer Ulf Wilke freut sich mit ihnen.

Im Dojo des Judo-Clubs Schindhard ist jeden Abend Trainingsbetrieb. Eine coronabedingte Delle wird sukzessive ausgeglichen.

Rund 600 Einwohner hat Schindhard, etwa 200 Mitglieder zählt der 1979 gegründete Judoverein des Wasgaudorfs. Die allermeisten der etwa aktiven 50 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. „Erwachsene sind unterrepräsentiert, daran müssen wir arbeiten“, sagt Vorstandsmitglied Ulf Wilke.

Im vereinseigenen Dojo im Dorfgemeinschaftshaus wird jeden Abend trainiert. Montags übt erst der Judonachwuchs, im Anschluss kommen die Erwachsenen. Dienstags steht Pilates auf dem Programm, mittwochs dürfen die Bambini erste Sporterfahrung sammeln, donnerstags wird ein Fitnesstraining angeboten. Der Freitagabend steht im Zeichen von Judo für den Nachwuchs und die Erwachsenen.

Zehn Übungsleiter

Die Trainingseinheiten leiten hauptsächlich die beiden Vorsitzenden, Dirk Biehler und Jan Burkhard. Unterstützt werden sie dabei von acht weiteren qualifizierten Übungsleitern.

Die Corona-Pandemie hinterließ auch bei den Schindharder Judokas nachhaltig Spuren. Während der zweijährigen Zwangspause sind viele der Nachwuchs-Judokas abgesprungen. Wilke: „Sie haben schlichtweg das Interesse verloren.“ Neben dem personellen Schwund sei zudem – wie in anderen Vereinen – eine deutlich nachlassende Bereitschaft zur Teilnahme an Wettkämpfen zu beobachten gewesen.

Nachwuchsarbeit forciert

Die entstandene personelle Delle versucht der Verein jetzt durch forcierte Nachwuchsförderung zu kompensieren. „Das dauert aber seine Zeit. Einige Jahrgänge sind recht rar besetzt“, stellt Wilke fest. Der Fokus sei derzeit auf die Altersklassen U13 und U11 gerichtet. Die Mitgliederzahl steigt nun wieder – wenn auch langsam – an.

Wilkes Sohn Erik wurde am vergangenen Wochenende in Speyer Vize-Pfalzmeister der Unter-21-Jährigen in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm. In drei Kämpfen unterlag er lediglich dem späteren Pfalzmeister, Levin Krams aus Speyer. Pedro Kondratov (JJC Ludwigshafen) und Luca Unold (JC Frankenthal) bezwang der Hinterweidenthaler jeweils souverän. Er gehört aktuell zu den erfolgreichsten Schindharder Judokas. Im vergangenen Jahr gewann er in der U18 den Weinstraßenpokal, ein hochkarätig besetztes internationales Turnier in Bad Dürkheim.

Duo zu „Südwestdeutschen“

Vereinskamerad Max Dommermuth holte ebenfalls Silber bei den Pfalzmeisterschaften. In der U18-Klasse bis 81 Kilo musste der Erfweilerer zweimal auf die Matte. Den ersten Kampf gegen den südwestdeutschen Meister von 2023, Noah Njonga vom JSV Kaiserslautern, verlor er, den zweiten Kampf gewann er.

Erik Wilke und Max Dommermuth haben sich damit für die südwestdeutschen Meisterschaften qualifiziert.

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