Pirmasens Jede Menge Hits

Die Sänger Sven Komp und Katja Symannek harmonierten vorbildlich.
Die Sänger Sven Komp und Katja Symannek harmonierten vorbildlich.

Die Tribute-Band „Still Collins“, deren Musiker aus Köln und Bonn kommen, spielte zuletzt vor vier Jahren beim alljährlich stattfindenden Burg Lemberg Open Air. Am Freitag war es endlich wieder soweit, und die beliebte Formation enterte die Bühne der Burgruine. Mehr als 500 Zuschauer sorgten von Beginn an für gute Stimmung im mittelalterlichen Ambiente in luftiger Höhe.

Die Gruppe „Still Collins“ gilt seit ihrer Gründung 1996 mit inzwischen rund 1400 Konzerten als Mitinitiator der Tribute-Band-Kultur in Deutschland sowie als gefragteste Phil-Collins- und „Genesis“-Tributeband Europas. Die siebenköpfige Formation spielt rund 70 Auftritte pro Jahr, und sogar der ehemalige „Genesis“-Sänger Ray Wilson wurde schon für gemeinsame Konzerte gewonnen. Man darf es vorwegnehmen, wer am Freitagabend im weiten Rund der Burgruine die Augen schloss, konnte tatsächlich glauben, dass nicht etwa Sven Komp von „Still Collins“ auf der Bühne stand, sondern Superstar Phil Collins höchst persönlich vor Ort war. So nahe reicht Komps Stimme an die des mittlerweile 67-jährigen britischen Ausnahmemusikers heran. Nach dem obligatorischen Intro beziehungsweise der Instrumentalversion von „Mama“ war es kurz nach 21 Uhr soweit: Die Mannen um Komp und Background-Sängerin Katja Symannek legten mit famosen Interpretationen von „No Son of Mine“ und „Something Happened on the Way to Heaven“ los, bevor der Sänger die Zuschauer herzlich begrüßte. Mit „Can’t Stop Loving You“, dem im Anschluss lautstark gefeierten Epos „Against All Odds (Take a Look at Me Now)“ sowie „A Groovy Kind of Love“ wurde es für mehr als eine Viertelstunde balladesk. Doch mit „Billy Don’t Lose My Number“ schaltete die spielstarke Gruppe wieder zwei Gänge hoch und rüttelte die Zuschauer in Lemberg schnell wieder auf. Bekanntermaßen besteht „Still Collins“ aus exzellenten Musikern. Sei es Uli Opfergelt, der eine erstklassige Gitarre spielte, die Rhythmusfraktion mit Markus Hartmann (Bass) und Drummer Martin Littfinski oder das Keyboarder-Duo Wolfgang Braun und Christoph Wüllner – alle hatten großen Anteil am authentisch vorgetragenen Programm. Auch Katja Symannek bot eine sehr gute Vorstellung. Ihre Stimme erwies sich als exzellente Ergänzung zu Komps Organ, und bei gemeinsamen Gesangspassagen harmonierten die beiden vorbildlich. Natürlich durften weitere Superhits der Marke „Follow You, Follow Me“, „Jesus He Knows Me“ sowie „In the Air Tonight“ nicht fehlen, und mit den Klassikern „Mama“ und „Land of Confusion“ wurde auch der Band „Genesis“ gehuldigt. Diese Gruppe verdankt Collins ihre größten kommerziellen Erfolge. Das getragene „Carpet Crawlers“ und der flotte Tanzflächenfeger „Invisible Touch“ beendeten schließlich ein Konzert der Extraklasse. „Still Collins“ schüttete in mehr als zwei Stunden Spielzeit ein wahres Füllhorn an Ohrwürmern aus, von denen jeder einzelne mit viel Applaus bedacht wurde. Das Publikum war zu Recht begeistert von „Still Collins“, denn was die Band auf dem Burg Lemberg Open Air bot, war ohne Wenn und Aber erstklassiges Augen- und Ohrenkino. Info Mehr zu „Still Collins“ ist im Internet auf der Webseite stillcollins.de zu finden. Alles zum Burg Lemberg Open Air gibt’s unter openair-lemberg.de.

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