Pirmasens Interview: „Wie kleines Hoffenheim“

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Fünf Jahre lang war Daniel Kläs Fußball-Profi bei der SV Elversberg, ehe er 2015 zum FK Pirmasens wechselte. Peter Brandstetter sprach gestern mit dem 25-jährigen Polizeikommissar-Anwärter aus Pirmasens-Winzeln nicht nur über das heutige Regionalligaspiel bei seinem Ex-Verein, für den er 45-mal in der Regionalliga das Tor hütete und in der Dritten Bundesliga als Ersatzkeeper auf der Bank saß.

Herr Kläs, Sie kennen die Verhältnisse bei der Sportvereinigung Elversberg bestens. Was zeichnet diesen Verein aus?

Die SV Elversberg ist wie der FKP ein familiärer Verein, in dem viele Mitarbeiter von Hauptsponsor Ursapharm engagiert sind. Elversberg strebt an, in allen Bereichen professionell aufgestellt zu sein, wie sich jetzt auch an dem neuen Trainingszentrum in Frankreich zeigt. Das ist wie ein kleines Hoffenheim – Hut ab! Auch die Zuschauerzahlen haben sich enorm entwickelt. Früher waren da 200 bis 300 Zuschauer im Schnitt, jetzt sind es 1200. Warum haben Sie in ihren beiden letzten Jahren in Elversberg kaum noch gespielt? Ich kam als Nummer drei nach Elversberg, und nur ein halbes Jahr später machte mich der damalige Trainer Günter Erhardt schon zur Nummer eins. Dann wurde Kenneth Kronholm geholt, der einfach besser war, wie ich anerkennen musste. Er ist jetzt bei Holstein Kiel in der Dritten Bundesliga der erste Torhüter. Danach dann Morten Jensen: Er oder ich im Tor – das war Ansichtssache. Sie wollten nach Ihrer fünften Saison in Elversberg ja zunächst Profifußballer bleiben ... Ja, ich habe auch einige Probetrainings gemacht. Die Stuttgarter Kickers wollten mich als Nummer zwei für die Dritte Bundesliga, aber das hatte ich ja schon in Elversberg. Sehr weit waren die Verhandlungen mit der SG Sonnenhof Großaspach gediehen. Wenn ihr Wunschkandidat abgesagt hätte, wäre ich dort hingegangen. So aber das Ende des Profifußballer-Daseins, der Beginn einer Ausbildung bei der Polizei und der Wechsel zum FKP, bei dem Sie ligaunabhängig bis 2019 unter Vertrag stehen. Die richtige Entscheidung? Im Nachhinein habe ich alles richtig gemacht. Mit meinem Beruf bin ich sehr zufrieden. Noch höher wäre Ihre Job-Zufriedenheit vermutlich, wenn Sie mit der saarländischen Polizei-Auswahlmannschaft die Endrunde der deutschen Polizei-Fußballmeisterschaft erreicht hätten ... Ja. Leider haben wir nach zwei Siegen gegen Rheinland-Pfalz – mit meinem FKP-Kollegen Yannick Osee – und Sachsen-Anhalt am Donnerstag in Mainz-Kastel gegen Hessen 0:3 verloren. Hessen ist damit weiter, und wir sind draußen. Hat der FKP am Samstag beim Tabellenzweiten Elversberg überhaupt eine Chance? Wir haben schon öfters gezeigt, dass wir die Großen ärgern können. Uns darf man niemals abschreiben.

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