Fußball
Interview mit Hauensteins Kapitän Stanjek zu Verbandsliga-Start
Zum Saisonauftakt erwartet der Aufsteiger am Mittwoch um 19.30 Uhr den FSV Offenbach im Stadion am Neding. Peter Seibel sprach mit dem neuen SCH-Kapitän Sebastian Stanjek (35).
Herr Stanjek, das erste Punktspiel nach dem Aufstieg steht an. Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?
Die Stimmung im Team ist gut, die Vorfreude ist groß. Wenn die Vorbereitung dem Ende zugeht, freut man sich immer, dass es endlich losgeht. (lacht) Irgendwann nervt die ganze Trainiererei ja auch mal.
Sie wurden als Nachfolger von Christof Seibel, der jetzt Co-Spielertrainer ist, zum neuen Kapitän bestimmt. Was bedeutet Ihnen dieses Amt?
Es freut mich natürlich, dass mir das übertragen wurde. Als ich im vergangenen Jahr zurück nach Hauenstein kam, wurde ich auch schon als Führungsspieler angenommen und war als dritter Kapitän voll integriert. An der Herangehensweise ändert sich nichts. Ich bin ein eher verbaler Typ, und das bleibt auch so.
Sie sind zusammen mit Christof Seibel, Max Wilhelm, Philipp Weishaar und Yannick Roth einer von fünf Männern im aktuellen Kader, die schon für Hauenstein in der Verbandsliga gespielt haben. Kann man zwischen beiden Mannschaften Parallelen ziehen?
2017/18, in meiner bis jetzt letzten Verbandsliga-Runde mit Hauenstein, haben wir den siebten Platz erreicht. Ich vergleiche beide Teams schon ganz gern. Damals waren wir ein neu formiertes Team. Aktuell spielen wir schon etwas länger zusammen. Beide Mannschaften waren beziehungsweise sind jung. Damals war ich mit 28 Jahren einer der ältesten. Beide Mannschaften waren talentiert und sehr laufstark. Und es ist uns auch jetzt bewusst, dass wir in jedem Spiel an unsere absolute Leistungsgrenze gehen müssen, um Erfolg zu haben.
Zum ersten Spiel kommt Offenbach, das nicht zu den Titelkandidaten zählt. Wie lautet die Marschroute?
Wir wollen besonders die Heimspiele erfolgreich bestreiten. Wir kennen Offenbach aus diversen Testspielen. Das ist ein starker Gegner, der letzte Saison als Aufsteiger die Klasse gehalten hat. Aber Offenbach ist mit Sicherheit ein Gegner, gegen den wir zu Hause etwas mitnehmen sollten, wenn wir in dieser Runde Erfolg haben wollen.
Vorige Saison musste der SCH in der Landesliga West meist das Spiel machen. Das wird in dieser Runde nicht immer so sein. Spielt das der Mannschaft in die Karten?
Wir werden sicher mehr verteidigen müssen als in der Landesliga. Aber wir wollen nicht 90 Minuten hinten drinstehen, sondern selbst etwas zum Spiel beitragen. Ein geordneter Spielaufbau ist wichtig. Aber es wird sicher viele Umschaltmomente geben.
ZUR PERSON
Sebastian Stanjek wohnt mit seiner Frau und zwei Kindern im Pirmasenser Stadtteil Ruhbank. Der Verwaltungsbeamte arbeitet bei der Stadt Pirmasens. Der heute 35-Jährige spielte von 2008 bis 2012 für den SC Hauenstein 102-mal in der Oberliga. Nach Stationen in Rieschweiler und Merzalben kehrte er 2017 für eine Verbandsliga-Saison zum SCH zurück. Seit Sommer 2023 läuft er wieder für Hauenstein auf.
INFO
Dem SC Hauenstein droht zum Saisonauftakt der Ausfall von gleich drei schnellen Angreifern. Tim Keiser kann nach seinem Außenbandriss keinesfalls spielen. Wie Trainer Weishaar mitteilte, sei zudem bei Luca Schmidt (muskuläre Probleme) und vor allem bei dem vom Oberligisten FK Pirmasens gekommenen Tim Hecker (Knöchelverletzung) der Einsatz fraglich.