Pirmasens In zweiter Halbzeit gesteigert
«LUDWIGSHAFEN.»Der FK Pirmasens II hat gestern Abend seinen ersten Saisonsieg in der Fußball-Verbandsliga gefeiert. Nach mäßiger erster Halbzeit war eine Leistungssteigerung der sehr jungen Pirmasenser Elf nach der Pause ausschlaggebend für den 1:0 (0:0)-Sieg beim Ludwigshafener SC.
Der FKP II begann wie die Platzherren sehr vorsichtig. Nach der jeweiligen Auftaktniederlage war auf beiden Seiten defensive Stabilität und Sicherheit gefragt. Deshalb gab es bis zur 30. Minute keine Torchance. In der Deckung der Pirmasenser hatte der zentrale Mann der Dreierkette, Lorenzo Valentini, die Lufthoheit und beförderte die hohen Flanken der Platzherren per Kopf aus der Gefahrenzone. Die Gäste versuchten, das Spiel aus der Abwehr mit Flachpässen aufzubauen, doch Torgefahr entwickelte der bis dato harmlose FKP nicht, weil er im LSC-Strafraum nicht zum Abschluss kam. Ähnlich sah es auch der Pirmasenser Trainer Patrick Fischer: „Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, haben aber ohne Mumm und Tempo gespielt, sind schlecht in die Zweikämpfe gekommen und hatten keine Durchschlagskraft.“ Der FKP hätte sich nicht beklagen können, wenn er zur Pause angesichts der Chance für Julien Jubin (31.) sowie dem Pfostenkopfball von Onur Yildirim (39.) zurückgelegen hätte. Fischers Fazit: „Die schwächste Hälfte seit Beginn der Vorbereitung.“ In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt, weil die Westpfälzer zielstrebiger agierten, mehr Zug zum Tor entwickelten und sich die besseren Spielanlage durchsetzte. Mit Pässen in die Schnittstelle der Viererkette riss der FKP II ein ums andere Mal die LSC-Abwehr auf. Was fehlte, war die letzte Präzision. Etwa bei David Kazaryans Hereingabe (48.) oder als der Querpass von Yannick Osee vom LSC mit vereinten Kräften geblockt wurde (50.). Das zu diesem Zeitpunkt überfällige Tor markierte Kazaryan (61.). Nach super Seitenwechsel von Christian Schubert und der erstklassigen Vorarbeit von Osee vollstreckte der Ex-Elversberger mühelos. „Jetzt waren wir gut im Spiel und haben Fehler des Gegners erzwungen“, analysierte der Pirmasenser Coach. Allerdings ist ihm auch nicht entgangen, „dass ein abgezocktes Team noch den Ausgleich hätte erzielten können“. So spielten sie FK Pirmasens II: Gize - Oduber, Lorenzo Valentini, Karl - Osee, Schubert - Drews (59. Paolo Valentini), Brenner - Kazaryan (73. Rose), Eichhorn (88. Marvin Hahn), Jan-Luca Hahn.