Fußball
In Fehrbach kann man doch noch jubeln, in Bottenbach ist es gerade ganz bitter
FC Fehrbach: Ende einer 482-tägigen Durststrecke
Nach 482 bitteren Tagen ist der ersten Mannschaft des Fußballclubs Fehrbach mal wieder ein Sieg in einem Pflichtspiel gelungen. Mit 3:1 bezwang der Bezirksliga-Absteiger nach einer Saison ohne Dreier am Sonntag in der A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken den SV Trulben. Zuletzt hatte der FCF am 26. Mai 2024 nach dem Heimspiel gegen die SG Rockenhausen/Dörnbach einen Sieg gefeiert.
„Wir sind alle sehr erleichtert. Von uns fiel eine Last ab. Wir haben das auch in der Ansprache zum Spiel explizit angesprochen“, sagte Christoph Subal, einer von drei Trainern der Fehrbacher, zu dem Sieg „nach langer Durststrecke“. Endlich habe sein Team nach dem Spiel mit anderen Gefühlen zusammensitzen können. „Alle sind noch da“, erzählte Subal am späten Sonntagnachmittag. Wichtig sei gewesen, ruhig mit der Vergangenheit umzugehen. Jetzt habe sein Team gesehen, dass es in der A-Klasse bestehen kann.
SV Bottenbach: 16 Gegentore in 90 Minuten
16 Gegentore in 90 Minuten: Das sind jede Menge Buden. Grob jede fünfte Minute ein Gegentreffer. Leidtragender in diesem Fall ist der SV Bottenbach, der in der B-Klasse West beim SV Ixheim mit 0:16 unterlag. Bottenbach war mit nur elf Mann (also ohne Auswechselspieler) in den Zweibrücker Stadtteil gereist, „weil wir den Ixheimern keine Absage geben wollten, denn die hatten Kerwe“, verdeutlichte SVB-Vorsitzender Thomas Schweitzer.
Sauer war indes der neue SVB-Spielertrainer Michael Hahn. „Es läuft ganz komisch hier. Ich habe keine Leute. In Ixheim spielten fünf Mann aus der AH und vier Stand-by-Spieler, die eigentlich gar kein Fußball mehr spielen“, erzählte Hahn. Der SVB habe auf zahlreiche Verletzte und Urlauber verzichten müssen. Hahn hofft, dass sich die Personalsituation in den nächsten Wochen bessert: „Ich denke, dass wir es in die Winterpause schaffen und dann personell nachlegen können.“ Es müsse indes ein Gespräch mit der Vorstandschaft stattfinden.
Sportfreunde Bundenthal: Formidabler Franzose
Formidable (eingedeutscht formidabel, also großartig) – so darf die Leistung des „Gardien de but“ aus Wissembourg, Nicolas Röhrig, in Diensten der Sportfreunde Bundenthal am Sonntag im Landesliga-Match bei der TSG Trippstadt bezeichnet werden. Der Torwart aus Frankreich bot beim starken Aufsteiger eine sehr starke Leistung, hielt die Null für sein Team, erst recht als dies überraschend in der 82. Spielminute mit 1:0 in Führung gegangen war.
Nur eine Minute später krallte sich Röhrig einen Foulelfmeter der Trippstadter. Er wehrte diesen nicht nur ab, er fing den Ball sogar. Es gab keinen Bundenthaler Spieler, der sich nicht direkt für diese Glanztat bei ihm bedankt hätte.
Und es blieb international beim SFB. Der Iraner Mohammad Nazari machte dem Südafrikaner Tiago Marcus Anderson eine Viertelstunde vor Spielende Platz. Und Anderson, vorigen Saison noch bei den A-Junioren des SC Hauenstein am Ball, bedankte sich mit seinem ersten Landesligator in seinem zweiten Spiel. Da hatten die „Bundaler“ Trippstadt ausgekontert (90.+2). „Typisch“ deutsch dann das 0:3 durch Bundenthals Co-Spielertrainer und Ex-Fehrbacher Lukas Hoffmann, der sich über sein Elfmetertor und über den ersten Fehrbacher Sieg nach einem Jahr gleichermaßen freute.