Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Immer im Dienst für Firma und Bürgerschaft Hubert Eder im Alter von 91 Jahren verstorben –

Hubert Eder: Überragende Lebensleistung.
Hubert Eder: Überragende Lebensleistung.

Hubert Eder, ehemaliges Stadtratsmitglied der CDU und früherer Geschäftsführer der Firma „Pfälzischer Plakatanschlag Jakob Schmidt KG“ ist tot. Eder starb im hohen Alter von 91 Jahren bereits am 13. Februar und wurde im engsten Familienkreis beigesetzt.

Hubert Eder war zwar gebürtiger Hesse, lebte jedoch seit seiner Kindheit in Pirmasens, die ihm zur Vaterstadt wurde. Nach dem Abitur und der Höheren Handelsschule trat Eder in die Firma Pfälzischer Plakatanschlag als junge Angestellter bei, avancierte später zum alleinigen Geschäftsführer der beiden Außenwerbungsgesellschaften Pfälzischer Plakatanschlag, Pirmasens und rheinland-pfälzischer Großflächenwerbung, Kaiserslautern. Seine gesamte Lebensleistung hat er in den Dienst des Unternehmens gestellt.

Eder war aber nicht nur Unternehmer, sondern auch ehrenamtlich für die Allgemeinheit tätig: so zum Beispiel acht Jahre als Schöffe bei der Großen Strafkammer in Zweibrücken, als Vertrauensperson zur Auswahl der Schöffen und Jugendschöffen für das Landgericht Zweibrücken und das Amtsgericht Pirmasens. Zudem gehörte er 25 Jahre für die CDU dem Stadtrat von Pirmasens an. In diesen Jahren war er Mitglied im Schulträger- und Verkehrsausschuss, im Zweckverband Wasgausee und Aufsichtsratsmitglied der Bauhilfe.

Hubert Eder trat bereits als 22-Jähriger in die CDU ein, stand zehn Jahre später der Jugendorganisation dieser Partei, der Jungen Union, als Vorsitzender vor. 1964 wurde Eder in den Stadtrat gewählt, in dem er bis 1989 Mitglied war. „Aufgrund seiner überragenden Lebensleistung, auf die er stolz sein könne“, wurde er 1989 durch den damaligen Oberbürgermeister Karl Rheinwalt mit der silbernen Stadtehrenplakette geehrt. Rheinwalt hob bei seiner Laudatio insbesondere die Zeit, die Eder in seinem Leben zum Wohle der Öffentlichkeit aufbrachte, hervor. Es sei nicht selbstverständlich, dass man als erfolgreicher Geschäftsmann gleichzeitig mit großem Engagement seiner ehrenamtlichen Arbeit im Stadtrat und anderen Gremien nachgehe.

Als ihm die RHEINPFALZ zum 60. Geburtstag am 11. September 1989 gratulierte und ihn nach seinen Wünschen fragte, sagte Hubert Eder damals, dass er Gesundheit und Wohlergehen für seine Familie und sich erhoffe, Erfolg im Beruf und dass er die Luft der Verantwortung noch lange atmen könne, sowie ein wiedervereinigtes, freies und demokratisches Deutschland. Aus heutiger Sicht bleibt festzuhalten, dass sich all seine Wünsche erfüllt haben, inklusive der Wiedervereinigung, die 22 Tage später Wirklichkeit wurde.

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