Pirmasens Im Notfall nicht abkassieren

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Die Linksfraktion hat eine Selbstbeteiligung für Notfallpatienten abgelehnt. Eine entsprechende Forderung der Kassenärztlichen Vereinigung bezeichnete Fraktionssprecher Frank Eschrich als absurd.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Städtischen Krankenhauses, Erwin Merz, hatte durchaus positiv auf den Vorschlag reagiert, eine Selbstbeteiligung für Notfallpatienten einzuführen (wir berichteten am Mittwoch). Damit soll dem Problem begegnet werden, dass immer mehr Menschen die Ambulanz aufsuchen, um sich behandeln zu lassen. Dazu erklärte Eschrich: „Gesetzlich und privat Versicherte entrichten Krankenkassenbeiträge und erwerben damit den Rechtsanspruch, bei Krankheit behandelt zu werden – auch in den Notaufnahmen der Krankenhäuser.“ Dem Problem überfüllter Notfallaufnahmen könne man nicht mit finanziellen Belastungen der Kranken begegnen. Die steigenden Fallzahlen in den Ambulanzen hätten unterschiedliche Gründe. Ursachen lägen in einer immer schnelleren Taktung des menschlichen Alltags, der kaum noch Zeit lasse, sich um gesundheitliche Belange zu kümmern. Deshalb würden Arztbesuche zunehmend auf die Abendstunden oder Wochenenden verschoben. Gravierend wirkten sich auch der zunehmende Ärztemangel und das lange Warten auf Termine aus. „Kein Wunder also, wenn Patienten vermehrt die Notfallambulanz in Anspruch nehmen“, sagte Eschrich. |rhp

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