Pirmasens Husterhöhe: Giftiges Material auf Baustelle

Beim Abriss einer alten Kaserne auf der Husterhöhe ist kontaminiertes Material gefunden worden. Das wurde im städtischen Hauptausschuss bekannt. Näher nachgefragt hat keines der Ausschussmitglieder.
Auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigte die Stadtverwaltung, dass das verseuchte Material auf jener Baustelle in der Carl-Schurz-Straße festgestellt wurde, von der Abbruch auf die ohne Genehmigung betriebene Bauschuttdeponie am Güterbahnhof abtransportiert worden ist. Wie mehrfach berichtet, ist die illegale Deponie, wo auch Bauschutt geschreddert wurde, mittlerweile dichtgemacht worden. Gerhard Vogel, der für Ordnungsmaßnahmen zuständige Ingenieur bei der Stadtverwaltung, versicherte auf RHEINPFALZ-Anfrage, von der belasteten Teerdecke – nachgewiesen wurden Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) – sei nichts am Güterbahnhof gelandet. Laut Vogel sind PAK giftig, gefährden die Gesundheit und können kaum abgebaut werden. Das Material müsse gesondert entsorgt werden – mit Nachweis. Das verteuere die mit 350.000 Euro veranschlagten Abrisskosten um 70.000 Euro. Vogel erklärte weiter, das übliche Vorgehen bei Abrissarbeiten in der Stadt sei, dass es im Vorfeld „punktuelle Untersuchungen“ gebe, ob mit Schadstoffen zu rechnen ist. „Bei der Kaserne auf der Husterhöhe waren die Prüfungen negativ“, so Vogel. Allerdings habe man zum Speicher, wo die giftige Teerdecke eingebaut war, keinen Zugang gehabt. Die Baufirma habe schließlich Alarm geschlagen. „Die haben das gerochen, als sie die Decke aufgebrochen haben.“ |cla