Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Husterhöh-Kaserne: Warten auf das Investitionsfeuerwerk

Seit der Ankündigung der US Airforce im November 2021, auf der Husterhöhe 200 Millionen Euro investieren zu wollen, hat sich nic
Seit der Ankündigung der US Airforce im November 2021, auf der Husterhöhe 200 Millionen Euro investieren zu wollen, hat sich nicht viel getan.

Seit dem Umzug der Army nach Kaiserslautern Ende September 2021 steht das Medical Depot auf der Husterhöhe leer. Pirmasens und Rodalben hatten sich schon gefreut über ein neues Gewerbegebiet. Dann kam die Nachricht, dass die Air Force die Liegenschaft übernehmen will.

Beim Blick durch den Maschendrahtzaun sieht man, was es bisher auch zu sehen gab: Straßen, Gebäude, einige parkende Autos, ab und zu mal eine Security-Patrouille. „Aber es passiert da was“, hat Oberbürgermeister Markus Zwick festgestellt. „Die Air Force hat die Versorgungsverträge von der Army übernommen. Das heißt, auch jetzt gibt es mit Abwasser, Wasser und so weiter Verbindungen, so dass ich einschätzen kann, dass sich da was tut. Was genau kann ich noch nicht sagen.“

Über kurz oder lang wolle er zusammen mit der Landrätin, dem Stadt- und dem Verbandsbürgermeister von Rodalben den neuen Kommandeur der Ais Base Ramstein treffen, Brigadegeneral Otis C. Jones. Der war bereits zu einem Antrittsbesuch Ende Januar bei Zwick. Mit „kurz“ wird es aber wohl nichts werden, eher mit „lang“. Denn im März kommt ein Meeting wohl nicht infrage, im April ist Zwick im Urlaub. Es wird voraussichtlich Mai oder Juni werden.

Gelände nur für Lagerung spezieller Bausätze?

„In dem Termin wird es um den Sachstand und die Pläne der Air Force mit der Husterhöh-Kaserne gehen. Denn dort soll ja kräftig investiert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Aktuell habe ich aber nicht die Einschätzung, dass es auf der Husterhöhe blühende Landschaften gibt“, äußerte sich der OB skeptisch. Zwick befürchtet, dass das Gelände nur für die Lagerung von speziellen Bausätzen genutzt werde. „Wir wollen dort keine reine Lagerflächen-Thematik, bei der die Amerikaner mit gerade mal 20 Leuten irgendwelche Materialien einlagern und rausfahren. Die Militärs haben uns etwas anderes versprochen. Sollte sich der Eindruck verstärken, dass auf der Liegenschaft nur Lagerhallen generiert und nur ein paar Leute beschäftigt werden, können wir das nicht akzeptieren. Wir brauchen dort, bei aller Liebe zu den Amis und unserer Sicherheit, irgendetwas, das Arbeitsplätze schafft.“

Im November 2021 hatten die Amerikaner nochmals bekräftigt, dass neue Gebäude errichtet und alte saniert werden sollen. Außerdem wolle die amerikanische Luftwaffe in den kommenden Jahren rund 200 Millionen Euro auf der Husterhöhe investieren. Aktivitäten in dieser Richtung hat der Oberbürgermeister bisher nicht festgestellt. Gut, da sei „Traffic“ und vielleicht seien auch ein paar Dollars dort angelegt worden. Aber der große „Wumms“ stehe noch aus. Andererseits habe er die Wahrnehmung, dass die Amerikaner wirklich den Flächenbedarf haben. Die Husterhöh-Liegenschaft sei nicht nur als Vorrat gesichert worden. Außerdem seien die Amis auf der Suche nach Personal.

„Ich erlebe aktuell, dass sich nach Trump das amerikanische Militär in der Region wieder stabilisiert. Die Amerikaner suchen den engen Draht zu den Deutschen und die Air Force bemüht sich um regelmäßigen Kontakt. Die sind nicht auf dem Abflug, sondern die wollen schon ein gutes Miteinander und Unterstützung.“

Profitieren von Wanderungsbewegungen?

Die Meldung der US-Amerikaner vom November 2021 von den „hochwertigen Arbeitsplätzen“ hörte Zwick wohl, aber noch fehlt ihm der Glaube. Außerdem: Wo sollen solche Mitarbeiter-Eliten herkommen? Da ist der OB um eine Antwort nicht verlegen: „Wir sollten nicht aufhören in unserem Bemühen, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und den Wirtschaftsstandort zu stärken. Auch wenn ich weiß, dass wir akuten Fachkräftemangel haben; bundesweit und auch in Pirmasens. Ich erlebe jedoch Wanderungsbewegungen, von denen Städte wie Pirmasens profitieren, weil Fachkräfte gezielt nach Pirmasens kommen. Zum einen gibt es hier die Arbeitsplätze, zum anderen günstige Lebenshaltungskosten und einiges mehr. Realistisch in die Zukunft geblickt glaube ich, dass wir hier Zuwanderung weiterhin erleben werden. Auch von Fachkräften; und die könnten gut sein für die Region. Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass unsere Firmen vor Ort nicht in Bedrängnis kommen, indem sie den Bedarf ihrer eigenen Arbeitsplätze nicht mehr decken können.“

Bis zum nächsten Wiedersehen von Brigadegeneral Otis C. Jones und OB Markus Zwick, um über die Zukunft der Husterhöhe zu spreche
Bis zum nächsten Wiedersehen von Brigadegeneral Otis C. Jones und OB Markus Zwick, um über die Zukunft der Husterhöhe zu sprechen, könnte es noch ein bisschen dauern.
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