Pirmasens Hugo-Ball-Schülerin liest am besten

Emilia Dienes aus Lemberg vertritt die Stadt bei der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs.
Emilia Dienes aus Lemberg vertritt die Stadt bei der nächsten Runde des Vorlesewettbewerbs.

Lesen zu Hause auf dem Sofa: Das konnten in diesem Jahr auch die Teilnehmer des Stadtentscheids des Vorlesewettbewerbs. Wegen Corona wurde vor der Videokamera gelesen. Siegerin ist Emilia Dienes vom Hugo-Ball-Gymnasium.

Oberbürgermeister Markus Zwick lobte bei der Preisverleihung am Donnerstag die Geschichten, die die Schülerinnen und Schüler der Pirmasenser Schulen ausgesucht hatten, und deren Leistungen. Die Siegerehrung fand im kleinen Rahmen im Ratssaal auf dem Messegelände statt.

Zwick, der in jungen Jahren selbst am Vorlesewettbewerb teilgenommen hatte, weiß: Lesen macht klug. Deshalb sei es so wichtig, dass Eltern ihre Kinder zum Lesen animierten. Die Entscheidung sei der Jury sehr schwergefallen. Durchgesetzt hat sich letztlich Emilia Dienes vom Hugo-Ball-Gymnasium, die gegen Darja Bock vom Immanuel-Kant-Gymnasium, Florian Menz vom Leibniz-Gymnasium und Finn Schwarz von der Landgraf-Ludwig-Realschule plus Husterhöhe angetreten war.

Nicht nur vorgelesen, auch auswendig vorgetragen

Die Sechstklässlerin las aus dem ersten Band der Kinderbuchreihe „Die Duftapotheke“ von Anna Ruhe vor – nicht wie üblich dem Publikum, sondern der Kamera. Der Wettbewerb war Pandemie-bedingt ins Netz verlagert worden. Die Jury sichtete in den vergangenen Wochen die Videos der Teilnehmer, die in einem kurzen Ausschnitt aus ihren Büchern vorlesen und überzeugen mussten. Bewertet wurden hierbei nicht nur die Lesetechnik, sondern auch die Auswahl der Textstellen sowie die Interpretation.

Am besten gelang das nach Ansicht der Jury der zwölfjährigen Emilia Dienes aus Lemberg, die für ihre Video-Aufnahme nur wenige Anläufe brauchte, wie sie erzählt. Für den Anfang habe sie etwas mehr proben müssen, denn da trug sie auswendig eine Vorschau auf das Buch vor. Das Lesen selbst sei kein Problem gewesen.

Jedes Jahr 600 000 Kinder beteiligt

Die jungen Vorleserinnen und Vorleser erhielten alle eine Urkunde, einen Buchpreis und einen Gutschein für das Plub. Die Gewinnerin durfte sich über ein weiteres Buch und einen Thalia-Gutschein freuen. Außerdem qualifizierte sich Dienes für den Bezirksentscheid, der im März oder April stattfinden wird. Der Austragungsort ist noch nicht bekannt – vielleicht muss sie dann wieder vor einer Kamera lesen. Schlimm fände sie das nicht, beim Lesen falle ihr das gar nicht auf, wie sie sagt. Wenn sie dort ebenfalls erfolgreich ist, kommt sie als nächstes zum Landesentscheid. Auf diesen folgt der Bundesentscheid in Berlin.

Der Vorlesewettbewerb, an dem jährlich rund 600.000 Kinder teilnehmen, steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird seit 1959 ausgetragen.

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