Herschberg
Hofladen statt „Kartoffelbude“: Landwirt erweitert Angebot in Herschberg
Der Verkaufspavillon – die Verkaufsfläche wurde durch die Erweiterung verdoppelt – in der Thaleischweiler Straße 4 ist wie bisher an sieben Tagen rund um die Uhr geöffnet. Auch das Sortiment wurde erweitert. Wichtigster Bestandteil sind weiterhin Speisekartoffeln. Neben Salat und Gemüse gibt es nun auch Nudeln, Marmeladen, frischen Knoblauch und Eier von eigenen Hühnern. Von August bis Oktober können Kunden aus selbst angebauten Kürbissorten wählen. Zudem gewinnt der selbst hergestellte Lupinenkaffee als gesunde Alternative nach Angaben von Bößhar an Beliebtheit.
Alle 14 je nach Jahreszeit angebotenen Kartoffelsorten baut der Landwirt selbst an. Seit mehr als 40 Jahren beschäftigt er sich mit dem Anbau dieses Grundnahrungsmittels und ist als Landwirtschaftsmeister ausgewiesener Fachmann. Der Bauernhof besteht bereits in vierter Generation auf der Sickingerhöhe, deren Böden sich besonders für Kartoffeln eignen.
Landwirt setzt auf ehrliche Kunden
Die „Erdäpfel“ werden nach der Ernte sortiert, verpackt und mit Sortennamen sowie Hinweisen zur bestmöglichen Verwendung ausgezeichnet. Als „Ein-Mann-Betrieb“ – seine berufstätige Frau hilft in ihrer Freizeit – ist Bößhar viel unterwegs. Deshalb hatte er vor mehreren Jahren auch die Idee der Vermarktung durch Selbstbedienung ab Hof.
Im Hofladen wird „auf Treu und Glauben“ in eine bereitgestellte Geldkassette bezahlt. „Bisher sind wir noch kaum betrogen worden“, berichtet der Landwirt und freut sich über die Ehrlichkeit seiner Kundschaft. Ergänzt wird das Angebot durch einen Automaten der Landmetzgerei Gries aus Knopp-Labach mit abgepackten, tiefgekühlten Fleisch- und Wurstwaren.