Leute aus der Nähe RHEINPFALZ Plus Artikel Hinterweidenthals Stammspieler Helfrich bekommt Talent in die Wiege gelegt

Spielte drei Jahre in der Verbandsliga: Michael Helfrich (in Blau).
Spielte drei Jahre in der Verbandsliga: Michael Helfrich (in Blau).

Michael Helfrich feierte am vergangenen Wochenende seinen 37. Geburtstag, ist aber nicht der Senior im Kader des Fußball-Landesligisten SV Hinterweidenthal. „Dominic Kessler und Christoph Radtke, wenn er ab und zu aushilft, sind noch zwei Jahre älter als ich“, erzählt der in der SVH-Abwehr gesetzte Industriekaufmann.

Dem Dahner wurde das fußballerische Talent bereits in die Wiege gelegt. Vater Kurt Helfrich (66) spielte in den 1970er- und 1980er-Jahren für den damaligen Oberligisten SV Sandhausen. Sechs Einsätze im DFB-Pokal und drei in der Deutschen Amateurmeisterschaft zieren seine Vita. „Er hat für Sandhausen über 400 Spiele gemacht und stand auch mal im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund – da komme ich nicht ganz ran“, merkt Helfrich junior an. Er schaffte es bis in die Verbandsliga.

Groß geworden bei der SG Bruchweiler

Michael Helfrich begann mit dem Fußballspielen beim TuS Erfweiler, bevor er in der D-Jugend zur SG Bruchweiler wechselte. Dort blieb der gelernte Mittelfeldspieler, der aktuell in Hinterweidenthals Vierer-Abwehrkette agiert, seine gesamte Jugendzeit und spielte auch noch sieben Jahre in der ersten Mannschaft. „Als ich aus der A-Jugend kam, war Bruchweiler gerade in die Verbandsliga aufgestiegen. Das ging drei Jahre lang. Danach kamen noch vier Jahre Landesliga hinzu“, berichtet Helfrich.

Es folgten, auch bedingt durch den Umzug nach Kaiserslautern, noch je vier Jahre beim TuS Hohenecken und beim SV Schopp, das letzte davon als Spielertrainer. „Danach wollte ich einen Schritt zurück machen und etwas weniger in der Verantwortung stehen“, erklärt Helfrich. 2019 kam dann das Angebot aus Hinterweidenthal. „Ich habe da doch noch etliche Kumpels. Hinterweidenthal spielte da noch in der Bezirksliga. Viele Auswärtsspiele waren im Raum Kaiserslautern. Eigentlich habe ich mich hauptsächlich für diese Begegnungen bereiterklärt. Aber die Lust auf mehr kam schnell wieder“, blickt Helfrich zurück.

Selten im Training: Helfrich hält sich mit Jogging und Work-outs fit

Da er in Kaiserslautern wohnt und arbeitet, sei er nur sehr selten in Hinterweidenthal im Training. Fit hält sich der Oldie mit Joggingeinheiten und Work-out. „Was die körperlichen Voraussetzungen betrifft, bin ich zum Glück gut aufgestellt. Ich bin fit und ganz selten verletzt“, sagt Helfrich.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der zweikampfstarke Abwehrspieler nicht unzufrieden. „Wir sind wettbewerbsfähig. Für alle war klar, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Eigentlich haben wir einen breiten Kader. Aber wir hatten bisher auch sehr viele Verletzte“, beschreibt Helfrich die Lage.

Im Kerwespiel trifft der SV Hinterweidenthal am Sonntag um 15 Uhr auf den Lokalrivalen Sportfreunde Bundenthal. Die Bundenthaler, die das Hinspiel mit 3:1 gewannen, könnten mit einem erneuten Sieg bereits neun Punkte zwischen sich und Hinterweidenthal bringen. „Verlieren sollten wir auf keinen Fall. Bei einem Sieg sieht es natürlich gut aus, was das Erreichen der Aufstiegsrunde betrifft“, weiß auch Bundenthals Trainer Sebastian Reinert und fügt hinzu: „Ich gehe davon aus, dass Hinterweidenthal zunächst einmal abwartet, um dann mit seinen schnellen Außenspielern Konter zu fahren. Dagegen gilt es, eine gute Lösung zu finden.“

Michael Helfrich sieht es so: „Vielleicht ist Bundenthals Kader etwas stärker besetzt, aber bei uns kommt der eine oder andere Verletzte zurück. Wir rechnen uns schon etwas aus.“

WEITERE LANDESLIGASPIELE

Samstag, 15 Uhr: SV Hermersberg - FC Fehrbach

Samstag, 16 Uhr: SG Eppenbrunn - VB Zweibrücken

Spielfrei: SC Hauenstein.

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