Pirmasens Hinterweidenthal durch Elfmetertor weiter
«HINTERWEIDENTHAL.» Der SV Hinterweidenthal steht in der zweiten Fußball-Verbandspokalrunde. Der Bezirksligist besiegte gestern Abend im Wasgauderby den Landesligisten SF Bundenthal verdient mit 1:0 (0:0). Hinterweidenthals Kapitän Kim-Dan Schenk markierte den entscheidenden Treffer acht Minuten vor dem Ende per Strafstoß.
Die meisten der rund 350 Zuschauer hatten sich da wohl bereits auf eine Verlängerung eingestellt. Das Spiel war zusehends zähflüssiger geworden. Bei hohen Temperaturen erlahmten die Kräfte beider Teams immer mehr. Doch dann zog Hinterweidenthals Offensivspieler Dominik Kessler noch mal an und dribbelte in den Gästestrafraum, wo er von Bundenthals Ionut-Cosmin Tatar regelwidrig zu Fall gebracht wurde – Elfmeter, keine Frage. Kein Gästespieler protestierte. Schenk trat an und traf. „Das Ergebnis war dem Spielverlauf nach verdient. Wir besaßen einige klare Chancen, Bundenthals Torwart hat stark gehalten“, sagte Hinterweidenthals Trainer Denis Jung. Tatsächlich war Keeper Björn Herzig bester Akteur der Sportfreunde. Die ersten 30 Minuten der Partie gehörten den Platzherren. Bundenthal brachte lange Zeit nach vorne kaum etwas zustande. Der klassenhöhere Gast hatte erst nach 43 Minuten seine erste Torchance. Nach weiter Flanke von Hubert Schertl köpfte der eingewechselte Andrei Grosu aus kurzer Distanz knapp neben das Hinterweidenthaler Tor. Die beste Torgelegenheit für die Hausherren vergab Dominik Wafzig bereits in der elften Spielminute. Von Kessler hervorragend frei gespielt, scheiterte Wafzig allein vor dem Gästetor am lange stehenbleibenden Torwart Herzig. Auch in der 23. Minute reagierte Herzig prächtig. Luca Mangold hatte sich auf der linken Seite durchgespielt und von der Strafraumgrenze wuchtig abgezogen; Herzig klärte zur Ecke. Die zweite Halbzeit war gerade mal sieben Minuten alt, als Herzig erneut eingreifen musste. Per Fußabwehr klärte der Gästetorwart gegen den durchgebrochenen Fabian Zwick. Nach 62 Minuten wehrte Herzig Kesslers Schuss von der Strafraumgrenze ab. Die Gäste besaßen auch im zweiten Durchgang nur eine gute Torgelegenheit. Nach einer schönen Kombination ließ Hinterweidenthals Keeper Jonas Jung den kernigen Schuss von Petru-Adrian Balea zunächst abprallen, meisterte dann aber auch Tatars Nachschuss aus kurzer Distanz (57.). Wie bereits in den ersten beiden Ligaspielen stand Hinterweidenthal sehr gut in der Defensive und ließ erneut keinen Treffer zu. Bundenthal agierte nach vorne nicht zwingend genug. Drei kurzfristig verpflichtete Spieler, einige fehlende Akteure: Da wurden Abstimmungsprobleme offensichtlich. „Das war für uns nicht mehr als ein gutes Training. Im Angriff fehlt uns Cosmin Paina doch sehr. Ich bin froh, dass wir aus dem Pokal raus sind. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Runde. Es dauert noch einige Zeit, bis wir eingespielt sind“, bilanzierte Bundenthals Trainer Stefan Nagy. So spielten sie SV Hinterweidenthal: Jung - Barlang (76. Becker), Werner, Schenk, Hirschinger - Tretter, Schnur (70. Kaufmann) - Mangold (70. Bohrer), Kessler, Zwick - Wafzig SF Bundenthal: Herzig - Kling (38. Grosu), Willig, Seibel, Tatar - Roman, Braun, Balea, Schertl (80. Will) - Keilbach (66. Leier), Zweibrücker Tor: 1:0 Schenk (82., Foulelfmeter) - Gelbe Karten: Mangold, Werner - Balea, Grosu, Schertl, Tatar - Beste Spieler: Kessler, Schenk, Tretter - Balea, Herzig, Seibel - Zuschauer: 350 - Schiedsrichter: Bauer (TSG Mittelbach-Hengstbach).