Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Hermersberg Trainer Mayer wechselt im Verbandspokal die Wende ein

Da war mächtig was los auf und neben dem Sportplatz des SC Weselberg (in Weiß) am Mittwochabend im Pokalspiel gegen den SV Herme
Da war mächtig was los auf und neben dem Sportplatz des SC Weselberg (in Weiß) am Mittwochabend im Pokalspiel gegen den SV Hermersberg (von links): Jan Lelle, Pascal Masch, Elias Leon Müller und Felix Assel.

Der SV Hermersberg steht in der fünften Runde des Verbandspokals. In einer hochdramatischen Partie besiegte der Landesligist am Mittwochabend vor 700 Zuschauern letztlich verdient den klassentieferen SC Weselberg mit 3:2 (1:1).

Am Ende gab die läuferische Qualität des Landesligisten den Ausschlag. Den sich tapfer wehrenden Weselbergern schwanden in der Schlussviertelstunde die Kräfte. Als die Abwehr der Gastgeber in der 86. Minute den Ball nur zu kurz abwehren konnte, drosch der wie aufgedreht spielende Patrick Freyer den Ball aus 17 Metern flach ins linke Toreck – der erlösende Siegtreffer. Anschließend brachten die Hermersberger die Partie routiniert nach Hause.

Blechkarawane und Böller vor dem Spiel

Bereits eine Stunde vor Anpfiff hatte sich eine Blechkarawane auf der schmalen Zufahrtsstraße hinunter ins Horbachtal geschlängelt, wo der SC Weselberg seinen Sportplatz hat. Später bildeten 700 Zuschauer, alle nach 3G-Richtlinien zugelassen, eine eindrucksvolle Kulisse für das Pokal-Match zwischen dem gastgebenden Bezirksligisten und dem Landesliga-Klub. Als die Weselberger Spieler um 18.15 Uhr zum Aufwärmen erschienen, wurden sie von ersten Böllerschüssen begrüßt.

Beide Mannschaften hielten sich nach dem Anpfiff nicht mit langem Vorgeplänkel auf. Von Beginn entwickelte sich eine sehr gute Partie mit hohem Tempo. Bereits nach zehn Minuten fiel der erste Treffer: Weselbergs Elias Müller ließ sich an der Eckfahne von Cedric Gries den Ball abjagen. Der flankte sofort nach innen und am langen Pfosten vollstreckte der völlig ungedeckte Patrick Freyer zur Gästeführung.

Die Weselberger zeigten sich davon aber keinesfalls geschockt und kamen bereits sechs Minuten später zum Ausgleich. Weselbergs Torjäger Kevin Büchler, bis dahin ohne Ballkontakt, erlief einen Pass von Spielertrainer Felix Assel, tunnelte im Strafraum seinen Gegenspieler Christoph Metzger und traf ins linke Tordreieck. Weitere sechs Minuten später verhinderte nur die Torlatte den Führungstreffer der Weselberger, Julian Bold hatte aus 22 Metern abgezogen. Doch auch die Gäste hatten noch die Chance zu einem weiteren Tor: Vier Minuten vor den Seitenwechsel zielte Florian Weber aber knapp über den Weselberger Kasten.

Harter Kampf im zweiten Durchgang

Auch im zweiten Durchgang lieferten sich die Teams einen harten Zweikampf. Und zunächst sah es so aus, als sollte der Bezirksligist das bessere Ende für sich haben. Nach 55 Minuten wurde einen Kopfballtreffer von Sebastian Schütz wegen Abseits zurecht nicht anerkannt. Doch fünf Minuten später ging Weselberg dann doch erstmals ihn Führung. 25 Meter vor dem Hermersberger Tor foulte Patrik Bold SCW-Spieler Büchler. Tim Helfrich donnerte den fälligen Freistoß aus 25 Metern in den rechten Winkel. Bei dem Treffer ins Torwarteck sah SVH-Keeper Sven Deppert nicht ganz glücklich aus.

Nach dem Rückstand intensivierte Hermersberg seine Angriffsbemühungen. Lange hielt die Weselberger Abwehr um die guten Innenverteidiger Schütz und Kessler dem Druck auch stand. Doch dann wechselte Hermersbergs Trainer Jens Mayer mit Timm Dudek den Ausgleich in die Partie. Nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung zirkelte Dudek einen Freistoß aus 22 Metern Torentfernung unhaltbar für SCW-Torwart Daniel Kläs ins linke untere Toreck. Der erste Schritt zurück in die Partie und in eine starke Schlussphase der Hermersberger.

SO SPIELTEN SIE

SC Weselberg: Kläs - Conzelmann (90. Wilhelm), Marco Kessler, Schütz, Müller - Helfrich, Landoll (72. Hell) - Büchler, Assel, Julian Bold (49. Ripperger) - Huffmann (46. Baum)

SV Hermersberg: Deppert - Lelle, Dausmann, Deho, Metzger - Masch (90. Plitt), Patrik Bold - Gries (62. Mendel), Freiler (89. Vogt), Freyer - Weber (72. Dudek)

Tore: 0:1 Freyer (10.), 1:1 Büchler (16.), 2:1 Helfrich (60.), 2:2 Dudek (79.), 2:3 Freyer (86.) - Gelbe Karten: Assel, Ripperger, Hell, Marco Kessler - Lelle, Deho, Mendel, Freyer - Beste Spieler: Schütz, Assel, Helfrich - Freyer, Deho, Masch - Zuschauer: 700 - Schiedsrichter: Busch (Birkenhördt).

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