Pirmasens Hauenstein: Gefahrgut ausgetreten – 15 Verletzte
[Aktualisiert, 19.09 Uhr] In den Räumen des Logistikunternehmens Digital Trading (Top12.de) in Hauenstein ist am Mittwochmorgen gegen 10 Uhr ein bislang unbekannter Stoff ausgetreten. Laut Polizei sei jedoch nichts aus dem Gebäude in die Umwelt gelangt. Der Gefahrenstoffzug des Landkreises Südwestpfalz und die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Hauenstein waren ebenso vor Ort wie Rettungsdienste, THW und Polizei. Insgesamt waren 110 Kräfte im Einsatz.
Stoff noch nicht identifiziert
Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt. Es wurden Proben genommen, um zu bestimmen, um welchen Stoff es sich handelt. Wie der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Thorsten Höh, am Mittwochabend informierte, hätten die Spezialisten der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen lediglich Fragmente ausmachen können, „die sich aber nicht eindeutig zuordnen ließen“. Mithin: Kein Ergebnis. Das Gewerbeaufsichtsamt hat deshalb einen neuen Probesatz zur Analyse angefordert. Erst wenn von dieser Behörde eine Unbedenklichkeitsbescheinigung kommt, kann es bei der Firma weitergehen. Ebenfalls unklar ist bislang der Ursprung des Stoffes. In den Paketen, mit denen im Unternehmen gearbeitet wird, seien keine Chemikalien enthalten, heißt es.
Klagen über Übelkeit und Atembeschwerden
Nach Informationen der Polizei soll es insgesamt 15 Verletzte gegeben haben, die über Atembeschwerden und Übelkeit klagen. Marco Dobrani, Stiftungsvorstand der Kimmle-Stiftung, die Träger von Integrationseinrichtungen ist und unter anderem beeinträchtigte Menschen in den Arbeitsmarkt integriert, bestätigte, dass zehn bis zwölf Mitarbeiter, die bei dem Unternehmen in Hauenstein beschäftigt sind, mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Atembeschwerden vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Ein Rettungshubschrauber, der vor Ort gelandet ist, flog unverrichteter Dinge wieder ab.