Fußball
Hattrick mit Muskelfaserriss in Ruppertsweiler, Platzverweis-Serie beim SV Hinterweidenthal
Christopher Ludy: Zweimal 2:2-Schütze an zwei Tagen
Christopher Ludy ist Spielertrainer des SV Hermersberg, der zwei Herrenteams im Spielbetrieb hat. Eines in der Landesliga, eines in der A-Klasse. Da der ehemalige Regional- und Oberligastürmer des FK Pirmasens nach einer langwierigen Verletzung noch nicht wieder ganz fit ist, nutzt er bei Heimspielen seiner beiden Mannschaften die Gelegenheit, „Spielpraxis in der zweiten Mannschaft zu sammeln“, wie er sagt. In seinen bisher drei A-Klasse-Einsätzen schoss er jeweils ein Tor.
Da Hermersberg II am vergangenen Wochenende bereits am Samstag kickte, spielte er dieses Mal gar 90 Minuten (statt der üblichen rund 60). Dies auf dem Hartplatz des SV Höhmühlbach „Am Hunsenbusch“. 1:2 lag sein Team hinten, als Ludy in der Nachspielzeit mit einem Treffer zum 2:2 einen Punkt rettete. Er muss die Kopie des Spiels gegen die SG Maßweiler/Höhmühlbach wohl beim Auswärtsspiel des Landesligateams in Bedesbach dabei gehabt haben, denn erneut lag sein SVH mit 1:2 hinten. Ludy wechselte sich indes erst in der 85. Minute ein und markierte wenige Minuten später erneut den einen Punkt rettenden Treffer zum 2:2.
Und was macht Ludy (fast) als Erstes, nachdem sein Spiel beendet ist? Er erkundigt sich als echter Leimener, wie die Kicker des TuS Leimen in der B-Klasse Ost gespielt haben, übrigens gemeinsam mit Jan Lelle, einem Hermersberger Mitspieler mit Leimener Wurzeln. Da gab es zuletzt nur gute Nachrichten, denn der TuS gewann seine jüngsten drei Begegnungen – am Sonntag mit drei Toren des Fußball-Rückkehrers Ronnie Gütermann im Match beim SV Lemberg II.
Karl Sekoll: Hattrick mit Muskelfaserriss
Tore waren schon immer das Markenzeichen von Karl Sekoll, der beim FC Ruppertsweiler in der C-Klasse Ost am Ball ist. Ob er nach vier Toren im Match gegen den FC Hengsberg der glücklichste Spieler an dem Wochenende sei, verneinte der 36-Jährige. Vielmehr wunderte er sich über sich selbst, denn er sei mit einem Muskelfaserriss aufgelaufen und habe daher „nur einen Radius von drei Metern“ auf dem Spielfeld gehabt.
Doch jedes Mal, wenn dem Abschleppunternehmer der Ball vor die Füße fiel, zappelte er anschließend im Netz des Gegners. Sekoll hatte die Hengsberger am Haken, denn nach einem 2:3-Rückstand markierte er binnen acht Minuten einen Hattrick zum 5:3. „Ich habe das für die ,Straußbuwe’ und unseren Trainer (Vladislav Dimitrov) gemacht“, erzählte Sekoll hinterher.
Tim Letzelter: Fünf Tore gegen den alten Verein
Tim Letzelter kennen als Fußballer wohl nur die Insider der C-Klasse Pirmasens/Zweibrücken Ost. Der 21-Jährige kickt meist als Rechtsaußen für die Sportvereinigung Ludwigswinkel, die am Sonntag den TuS Rumbach II zu Gast hatte. Dabei gab Letzelter, der vor zwei Jahren just von Rumbach, wo er im Tor gestanden hatte, nach Ludwigswinkel gewechselt war, erstmals den Sturmführer. Mit durchschlagendem Erfolg: Er traf beim 10:2-Erfolg gegen die Flex-Mannschaft der Rumbacher gleich fünfmal und damit in einem Spiel so oft wie noch nie zuvor in seiner jungen Karriere. In den ersten sechs Begegnungen der noch jungen Saison hatte Letzelter lediglich einen Treffer erzielen können. Sein Spielertrainer Jens Keller: „Er ist unser Co-Spielführer, bringt immer 150 Prozent auf dem Platz und trainiert unsere F-Jugend. Ganz klar ein Vorbild.“
Schenk, Burkhard, Jung: Drei Platzverweise in Serie
Ein Drittel der Saison ist bereits gespielt, und der SV Hinterweidenthal liegt in der Landesliga mit gerade mal fünf Punkten am Tabellenende. Am Sonntag verlor der SVH mit 0:5 bei der SG Rieschweiler und hatte am Ende nur noch acht Mann auf dem Platz. Spielertrainer Christian Singer macht dafür vor allem sein Kopfballduell in der 67. Minute verantwortlich. Singer: „Ich wurde dabei klar gefoult, aber der Schiri ließ weiterspielen. In der Folge sah unser Kapitän Kim Dan Schenk wegen einer Notbremse Rot.“
Als wenig später Hinterweidenthals Top-Torjäger Felix Burkhard eine Zehn-Minuten-Strafe aufgebrummt bekam, reichte eine Bemerkung von ihm, um den Schiedsrichter die gelb-rote Kartenkombination ziehen zu lassen. Das gleiche Schicksal ereilte dann auch SVH-Keeper Jonas Jung, dessen Anmerkung zu einer zehnminütigen Zwangspause führte. Singer: „Da standen wir nur noch mit acht Mann auf dem von uns ungeliebten Kunstrasen.“ Der SVH befinde sich in der Tat in einer „sehr schwierigen Phase“. Nächsten Sonntag kommt Bundenthal zum Kerwespiel unter den Heibertstein.