Coronavirus
Handball: Umfrage zur Saison-Unterbrechung
Moritz Baumgart, Spielertrainer des Pfalzligisten TS Rodalben: Ich finde es bedauerlich, dass der Spielbetrieb ausgesetzt wurde. Die Reaktion finde ich etwas übertrieben. Allerdings bin ich kein Virologe. Auf jeden Fall ist das ein großer Einschnitt in den Spielbetrieb. Die Weiterplanung wird sehr schwierig.
Jonas Baumgart, bei der TSR Pfalzligaspieler und Trainer der zweiten Mannschaft: Der Verband hat die Aussetzung beschlossen, daran müssen wir uns halten. Unsere Meinung dazu wird nicht gefragt. Mich betrifft es vor allem mit meinem Team, das momentan den vorletzten Rang in der A-Klasse belegt. So weiß ich nicht, wie es weitergeht. Das kommende Wochenende wäre bei mir mit Handball ausgefüllt gewesen. Jetzt ist gar nichts.
Ernst Nikolajew, diese Woche aus Vietnam heimgekehrter Spieler der zweiten TSR-Mannschaft: In Vietnam haben über 90 Prozent der Bewohner Masken getragen, obwohl sie gar nicht so stark betroffen waren. Dort hat man mehr über Italien und Deutschland berichtet. Es wurden keine Hamsterkäufe getätigt, aber es wurde alles, was möglich war, desinfiziert.
Kevin Hauck, Trainer des Frauen-Verbandsligisten FSG Hauenstein/Rodalben: Schon ärgerlich, so kurz vor dem Rundenende. Da andere Sportbereiche schon vorpreschten, musste unser Verband mitziehen. Ich bin froh, dass für mein Team der Aufstieg bereits feststeht. Trainieren und keine Spiele – da wäre es schwer gewesen, die Spannung aufrechtzuerhalten.
Marcel Kunz, einer der Interimstrainer des Verbandsligisten TV Dahn: Da wir am Sonntag in Heiligenstein und damit in einer gefährdeteren Gegend als bei uns in Dahn spielen sollten, hatten wir intern schon eine Absage in Erwägung gezogen. Jeder sollte das selbst entscheiden. So wurde eine Bürde von uns genommen. Die Aussetzung im Amateurbereich ist eine gute Entscheidung. Man sollte nicht unnötig Risiken eingehen.
Jochen Huber, Trainer der Verbandsliga-Frauen des TV Thaleischweiler: Ich bin froh, dass der Pfälzer-Handball-Verband so eine klare Entscheidung getroffen hat und nicht alles auf die Vereine abgeladen hat. Oft gab es nur Empfehlungen und jeder Kreis sieht das anders. So herrschte keine klare Linie. Für den Amateursport und die vielen Jugendliche und Kinder eine weise Entscheidung. Zu der weiteren Vorgehensweise fehlt mir der Einblick.