Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TS Rodalben fertigt Pfalzliga-Primus Mutterstadt/Ruchhheim ab

Das 6:3 für Rodalben ist unterwegs: Florian Bold (Mitte) erzielt seinen ersten von am Ende fünf Treffern gegen Mutterstadt.
Das 6:3 für Rodalben ist unterwegs: Florian Bold (Mitte) erzielt seinen ersten von am Ende fünf Treffern gegen Mutterstadt. Foto: Buchholz

Ein ganz starker Auftritt vor 300 Zuschauern! Dank der Reflexe von Pascal Glöckner und einer über weite Strecken meisterlichen Defensivleistung brachten am Samstagabend die Pfalzliga-Handballer der TS Rodalben dem Spitzenreiter Mutterstadt/Ruchheim mit 36:25 (19:10) die erste Niederlage bei.

„Es war von uns ein großartiges Spiel mit einer aggressiven Deckung. Im Angriff waren wir ruhig genug, um gute Entscheidungen zu treffen“, schwärmte TSR-Spielertrainer Moritz Baumgart, der fast durchspielte. Weiter merkte er an: „Man sah, was wir können. Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was möglich gewesen wäre, wenn wir uns in den letzten Spielen so präsentiert hätten.“

Was aufs Tor kommt, pariert Glöckner

Dabei war die TSR zunächst nicht großartig in die Partie gestartet. In den Anfangsminuten wirkte der Gegner etwas wacher und führte nach vier Minuten mit 2:1. Dann aber nahm die TSR Fahrt auf und der Abwehrblock um Hendrik Matheis leistete überragende Arbeit. Was aufs Tor kam, wurde zur Beute des glänzenden TSR-Schlussmanns Pascal Glöckner. Wurf um Wurf wurde abgeblockt, die TSR startete Konter um Konter. So auch in der 18. Minute, in der Lukas Haury und Max Hubele je einen Treffer mit schnellem Gegenstoß zum 14:5 beisteuerten.

Mit 19:10 in die Halbzeit

Klasse auch zuvor die raffinierten Anspiele auf Kreisläufer Fabian Bold, der in dieser Phase drei Tore erzielte. Von der 23. bis zur 27. Minute setzte sich die HSG mit vier Toren in Serie besser in Szene und verkürzte aus ihrer Sicht auf 9:16. In der letzten Minute vor der Pause besorgte Andreas Voitl mit zwei Toren die 19:10-Halbzeitpause. Total begeistert war Rodalbens Bürgermeister Claus Schäfer, Hallensprecher, Trompeter und Trommler in der Halbzeitpause: „So habe ich unser Team in dieser Saison noch nicht erlebt.“ Begeistert auch der verletzte Kevin Hauck: „Wahnsinn, was Henny (Hendrik Matheis) in der Abwehr leistet. Für mich der beste Spieler.“

Auch ohne Keeper läuft’s für die HSG nicht

Nach dem Wiederanpfiff blieben die Gastgeber, von großer Willenskraft getragen, am Drücker. Die Gäste aus Mutterstadt versuchten alles. Die HSG nahm den pfeilschnellen und spielfreudigen Lukas Baumgart schon weit vor dem Kreis in enge Deckung und spielte im Angriff über weite Strecken mit sieben Feldspielern und ohne Keeper. Letztlich fruchteten diese Maßnahmen nur kurz, die TSR zog durch Jonas Goll auf 33:20 (53.) davon.

Obwohl von den Rodalbern gegen Schluss einige Möglichkeiten verschenkt wurden, war das Publikum aus dem Häuschen, als Moritz Baumgart in der letzten Sekunde seinen achten Siebenmeter zum 36:25 verwandelte.

Kurz, aber hart fiel der Kommentar des HSG-Trainers Mathias Bitz aus, der fluchtartige die Halle verließ: „Es war ein Sch....spiel.“

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Glöckner, ab 45. Seelinger - Lukas Baumgart (7), Matheis (1), Moritz Baumgart (12/8) - Haury (5), Hubele (3) - Bold (5); Goll (1), Voitl (2), Kettering

Spielfilm: 4:3 (8.), 11:4 (15.), 16:7 (23.), 19:10 (Halbzeit), 24:14 (38.), 29:16 (46.), 33:20 (53.) 36:25 (Ende) - Zeitstrafen: 5 - 5 - Rote Karte: Bold (59.) - Siebenmeter: 8/8 - 1/0 - Beste Spieler: geschlossene Mannschaftsleistung - Maslowski, Maurer, Mielenz - Zuschauer: 300 - Schiedsrichter: Peiser/Schek (Dansenberg/Eckbachtal).

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