Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Ganz bittere Niederlage für TS Rodalben

Sah nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte: TSR-Spieler Hendrik Matheis (rechts), der hier den Friesenheimer Marcel Reis fou
Sah nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte: TSR-Spieler Hendrik Matheis (rechts), der hier den Friesenheimer Marcel Reis foult. Links schaut Rodalbens Spielertrainer Moritz Baumgart zu. Foto: Seebald

18:29 (11:13) in eigener Halle gegen die TSG Friesenheim II: Diese ganz bittere Niederlage sorgte am Samstagabend für lange Gesichter und hängende Köpfe bei den Pfalzliga-Handballern der TS Rodalben.

Eigentlich wollte die TSR nach drei Auswärtsniederlagen in Folge wieder Boden in der Tabelle gutmachen. Doch der zu dünne Kader, zu viele Strafzeiten, schlechte Wurfquoten, Fehlpässe und das Zulassen von vielen einfachen Gegentoren ließen das nicht zu.

„Am Ende nicht die Moral“

„In Situationen, in denen wir gut waren, hagelte es Zeitstrafen. Dabei war es von uns kein hart geführtes Spiel“, klagte TSR-Spielertrainer Moritz Baumgart, gestand aber: „Gegen Ende hatten wir nicht die Moral, um das Spiel zu drehen.“ Und er lobte den Gegner, der „in Überzahl starke Lösungen gefunden“ habe.

Das Spiel war nur in den ersten fünf Minuten ausgeglichen. Danach taten sich die Rodalber sehr schwer, gegen die quirlige Abwehr der Reserve des Bundesligisten vom Rhein Torchancen zu erspielen. Die „Jung-Eulen“ dagegen konnten im Angriff mit einfachem, aber schnell und sicher gespieltem Handball die TSR-Abwehr immer wieder aufmischen und konnte mit Ausnahme des 8:8 durch Leif Schäfer oft mit zwei bis vier Toren in Führung gehen, ehe Moritz Baumgart zum 11:13-Halbzeitstand verkürzte.

Fragwürdige Strafen

Zu Beginn der zweiten Hälfte war die TSR gewillt, weiter Boden gutzumachen, doch das Gegenteil war der Fall. Denn nachdem Kevin Hauck (12:13/32.) und Florian Bold (13:14/34.) jeweils der Anschlusstreffer gelungen war, geriet die Turnerschaft in Unterzahl durch fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter – Rote Karte für Hendrik Matheis und zwei Minuten für Jonas Goll – mit 13:18 (39.) in Rückstand. Dann sah auch noch Kevin Hauck Rot wegen Meckerns (45.). Nach dem 18:22 (47.) durch Lukas Haury lief gar nichts mehr zusammen. Die TSR gab sich immer mehr auf, und Friesenheim warf ohne größere Gegenwehr Tor um Tor zum 18:29-Endstand.

„Bei uns hat alles gepasst. Ich bin froh, dass wir hier gewonnen haben. Das Spiel litt unter den vielen Strafzeiten, doch ließ sich mein Team nicht beirren“, frohlockte Friesenheims Trainer Axel Wilbrandt.

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Glöckner, ab 47. Seelinger - Moritz Baumgart (3), Goll (3), Matheis - Haury (4), Hauck (4/1) - Bold (2); Kettering, Schäfer (1), Voitl (1), Greiner, Hubele

Spielfilm: 2:5 (9.), 7:8 (19.), 9:11 (25.), 11:13 (Halbzeit), 13:18 (39.), 18:22 (47.), 18:29 (Ende) - Zeitstrafen: 10 - 6 – Rote Karten: Matheis (34., 3. Zeitstrafe), Hauck (44., Meckern nach 2. Zeitstrafe) - Siebenmeter: 1/1 - 6/4 - Beste Spieler: Hartmann, Eckel - Zuschauer: 110 - Schiedsrichter: Transier/Magin (Lambsheim/Iggelheim).

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